Aus der Digitalwerkstatt-Toolbox: From Complaints to Commitments

Autor: Annika Leopold
erschienen am: 10. Juli 2026
Lesedauer: 4 Minuten

Was nervt, geht uns immer leicht über die Lippen:

  • Das Meeting ist zu lange.
  • Die Kollegin kommt zu spät.
  • Entscheidungen bleiben diffus.
  • Führung ist zu wenig greifbar.
  • Die Kommunikation ist mal wieder „ausbaufähig“, was soviel bedeutet, dass viel gesagt wird und gleichzeitig nichts.

Willkommen im Beschwerde-Modus!

Dennoch haben Beschwerden einen Wert. Sie zeigen, wo etwas klemmt, wo Erwartungen enttäuscht werden und wo Energie gebunden ist.

Nur bleiben wir leider allzu oft genau dort hängen.

Hier haben wir einen Tipp für dich, der unsere eigene Haltung zu Dingen grundlegend verändert hat: nämlich die Methode „From Complaints to Commitments“.

Die Grundidee ist einfach:

Statt nur zu fragen:
„Worüber ärgere ich mich?“

fragen wir weiter:

„Was sagt diese Beschwerde eigentlich über meine Werte, Erwartungen oder Bedürfnisse aus?“
„Wozu bin ich selbst bereit, wenn mir dieses Thema wirklich wichtig ist?“
„Welche Bitte müsste ich aussprechen, statt innerlich weiter rumzunölen und Beweismaterial zu sammeln?“

Ein Beispiel:

Aus

„Mein Team kommt immer zu spät zu den Meetings“

wird vielleicht:

„Mir sind unsere gemeinsame Zeit, Verbindlichkeit und Fortschritt wichtig. Ich verpflichte mich, Meetings künftig klarer zu strukturieren, pünktlich zu starten und am Ende sichtbar zu machen, was entschieden wurde. Und ich bitte euch, ebenfalls pünktlich da zu sein oder vorher kurz Bescheid zu geben.“

Klingt weniger befriedigend als innerliches Augenrollen. Wirkt aber meistens deutlich besser – und nachhaltiger.

Denn Beschwerden sind oft verkleidete Commitments/Verpflichtungen: wir beschweren uns selten über Dinge, die uns völlig egal sind.

Die spannendere Frage ist also nicht nur:
„Was läuft hier falsch?“

Sondern:
„Wofür möchte ich eigentlich stehen, wenn ich aufhöre, nur dagegen zu sein?“

Vielleicht wäre das für das nächste Teammeeting mal eine kleine Übung:

Welche Beschwerde trägst du gerade mit dir herum?
Und welches Commitment steckt darunter?

Oder etwas ungeschönter gefragt:

Worüber meckerst du sehr routiniert, obwohl du dir längst erstmal an die eigene Nase fassen könntest?

Annika Leopold

Annika Leopold
Mit Growth Mindset und agilen Methoden schafft sie Freiräume für kreative Entfaltung und entwickelt kundenorientierte Lösungen. Annika begeistert Teams und baut ein breites Netzwerk an Experten und Neudenkern auf.

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Future Skills Kartenset

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Du spielst jeweils sechs Aufgaben in folgenden Kategorien:

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Zieh die Pausentaste – mithilfe unserer Pausenkarten bekommst du neue Impulse für deine regelmäßigen Pauseneinheiten.

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Kurze Atem- und Bewegungsimpulse aus dem Yoga- und Achtsamkeitstraining helfen dir, deine Pause aktiv zu nutzen, runter zu kommen und gelassener zu reagieren.

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Ob große Veränderungen oder kleine Fragestellungen – das Leben fordert uns immer wieder heraus. Um auch in Zukunft möglichst unbeschadet durch schwierige Zeiten zu kommen, brauchen wir eine geistige Beweglichkeit (Agilität), die es uns leichter macht, auf die Überraschungen des Lebens zu reagieren.

Wer geistig flexibel ist, ist kompromissbereiter und kann schneller umdenken.

Dies wiederum ist eine Voraussetzung, um kreativ mit Krisen, Ängsten und Neuerungen umzugehen.
Wer reflektiert, wird flexibler. Dieses Kartenset mit zehn Reflexionsfragen lädt immer am Monatsanfang dazu ein, einen Blick zurück zu werfen. Das führt ganz automatisch zu neuen Einsichten und hilft dabei, den eigenen Fokus richtig zu setzen.

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