In der Digitalwerkstatt arbeiten wir gern mit Methoden, die klassische Meetinglogik kurz aushebeln.
Warum?
Weil Menschen über visuelle Impulse, kleine Simulationen oder Experimente oft schneller zum eigentlichen Knackpunkt kommen — und ihn anschließend leichter in Lösungen übersetzen.
Ein Beispiel dafür ist das Störer-Museum.
Die Frage dahinter:
Wie schaffen wir gleich zu Beginn eine Atmosphäre, in der Menschen ihre eigentlichen Störer sichtbar machen können, ohne sie sofort sachlich, korrekt und fertig formuliert benennen zu müssen?
Die Aufgabe ist einfach:
Jede Person stöbert durch den Raum und sucht sich einen Gegenstand, der für einen typischen Störer zum Thema steht.
Bein einem Team ging es um:
Fokus und Priorisierung statt Zerfaserung im Alltag.
Also liefen die Teilnehmenden durch den Raum, sammelten Gegenstände und stellten sie sich reihum gegenseitig vor.
Auf dem Tisch landeten unter anderem:
- das Handy für Dauererreichbarkeit,
- der Zauberwürfel für Prioritäten, die sich ständig neu verdrehen,
- der Gong für Flurlautstärke,
- die ELMO-Karte für Meetings, die durch ausschweifende Gespräche unnötig lang werden,
- der Astronaut mit Angel für ständiges Hinterherlaufen, wenn Dinge nicht geliefert werden,
- und der Glitzerhelm für Schutz, Rückzug und die Frage: Darf ich eigentlich auch mal nicht verfügbar sein?
Wir haben die Störer anschließend geclustert, sortiert und gefragt:
Was davon ist selbst steuerbar?
Was können wir beeinflussen?
Was ist nicht kontrollierbar?
Und wo brauchen wir eine gemeinsame Regel?
Die Erkenntnis: In guten Arbeitsräumen — egal ob räumlich oder zwischenmenschlich — geht es nicht darum, Menschen möglichst schnell durch eine Agenda zu ziehen. Sondern es geht darum, Bedingungen zu schaffen, unter denen sie sich trauen, ehrlich zu werden.
Welcher Gegenstand würde bei dir sofort im Störer-Museum landen, wenn es um deine Alltagseffizienz geht?
Annika Leopold
Mit Growth Mindset und agilen Methoden schafft sie Freiräume für kreative Entfaltung und entwickelt kundenorientierte Lösungen. Annika begeistert Teams und baut ein breites Netzwerk an Experten und Neudenkern auf.
KReativitäts-Tools aus unserem shop
Future Skills Kartenset
Future Skills bilden das Kompetenzpaket, das wir benötigen, um erfolgreich die Herausforderungen unserer Zeit zu lösen. 5 Kategorien, 6 Aufgaben pro Kategorie. Allein zu spielen oder im Team. Wie bereiten wir uns auf die Zukunft vor? Wie eignen wir uns neue Kompetenzen an? Die Future Skills-Karten zeigen dir, wie das geht! Ziehe eine Karte, löse deine Aufgabe und bringe den Stein ins Rollen … Los geht‘s!
Du spielst jeweils sechs Aufgaben in folgenden Kategorien:
- Kreativität: Neue Ansätze ausprobieren
- Kollaboration: Im Team zusammenarbeiten
- Kommunikation: Ideen und Lösungen teilen
- Kritisches Denken: Probleme neu betrachten
- Mutausbruch: Mut zur Veränderung haben
Pausen - und Achtsamkeitskarten
Zieh die Pausentaste – mithilfe unserer Pausenkarten bekommst du neue Impulse für deine regelmäßigen Pauseneinheiten.
Bewegen und Atmen – beides machen wir im Arbeitsalltag zu wenig.
Mit unseren Karten bekommst du neue Ideen, deine Pauseneinheiten gesünder zu gestalten, zu entspannen und dich zufriedener zu fühlen.
Kurze Atem- und Bewegungsimpulse aus dem Yoga- und Achtsamkeitstraining helfen dir, deine Pause aktiv zu nutzen, runter zu kommen und gelassener zu reagieren.
Auf der Rückseite findest du zu jeder Übung eine Kurzanleitung.
Reflexionsfragen
Ob große Veränderungen oder kleine Fragestellungen – das Leben fordert uns immer wieder heraus. Um auch in Zukunft möglichst unbeschadet durch schwierige Zeiten zu kommen, brauchen wir eine geistige Beweglichkeit (Agilität), die es uns leichter macht, auf die Überraschungen des Lebens zu reagieren.
Wer geistig flexibel ist, ist kompromissbereiter und kann schneller umdenken.
Dies wiederum ist eine Voraussetzung, um kreativ mit Krisen, Ängsten und Neuerungen umzugehen.
Wer reflektiert, wird flexibler. Dieses Kartenset mit zehn Reflexionsfragen lädt immer am Monatsanfang dazu ein, einen Blick zurück zu werfen. Das führt ganz automatisch zu neuen Einsichten und hilft dabei, den eigenen Fokus richtig zu setzen.




