Aus der Digitalwerkstatt-Toolbox: Manual to me

Autor: Annika Leopold
erschienen am: 14. Juli 2026
Lesedauer: 4 Minuten

Für Kaffeemaschinen gibt es Gebrauchsanleitungen. Für Plug&Play-Tastaturen gibt es Gebrauchsanleitungen.

Für jeden Kleinkram gibt es welche. Nur bei Menschen halten wir es nicht für nötig.

Wir setzen Leute in Teams, Projekte oder Führungsrollen und hoffen, dass alle irgendwie schon herausfinden, wie Zusammenarbeit mit uns am besten funktioniert. Klappt halt nicht immer.

Genau dafür nutzen wir gern das Manual-to-Me.

Nicht als „So bin ich halt, kommt klar damit“-Dokument.
Sondern als ehrliche kleine Gebrauchsanweisung für gute Zusammenarbeit.

Die Idee ist einfach:

Was sollten andere über mich wissen, damit Zusammenarbeit leichter wird?

Zum Beispiel:

  • Was bringe ich ins Team ein?
  • Wie arbeite ich am besten?
  • Wie kommuniziert man gut mit mir?
  • Was erschwert Zusammenarbeit mit mir?
  • Wie reagiere ich unter Druck?
  • Was hilft mir dann?
  • Wo kann man gut bei mir andocken?
  • Wo suche ich selbst Andockpartner, weil es mir helfen könnte?

Das Schwierige daran: ich muss mich erstmal mit mir selbst beschäftigen. Denn je klarer ich für mich selbst bin, umso einschätzbarer werde ich für andere.

Denn Zusammenarbeit wird nicht besser, wenn alle ihre Eigenheiten verstecken und innerlich hoffen, dass die anderen sie schon richtig interpretieren.

Erst wenn wir aussprechen, wie wir ticken, was wir brauchen und was wir selbst verlässlich einbringen, entsteht Vertrauen und damit die Basis.

Gerade in neuen Teams, nach Veränderungen, in Führungsteams oder bei Menschen, die sehr unterschiedlich arbeiten, kann so ein Manual-to-me erstaunlich viel klären.

Und manchmal auch sehr liebevoll entdramatisieren: weil aus „Die kommt immer mit so schlechter Laune“ plötzlich wird: „Ich brauche morgens Zeit zum Anlaufen und Sortieren.“ Oder aus „Der ist immer so direkt“ plötzlich wird:
„Ich sortiere laut und brauche Widerspruch, bevor ich mich festlege.“

Vielleicht wäre das eine kleine Übung für eure nächste Teamrunde:

  • Was müssten andere über dich wissen?
  • Und welche Gebrauchsanweisung fehlt dir vielleicht noch von anderen?

Annika Leopold

Annika Leopold
Mit Growth Mindset und agilen Methoden schafft sie Freiräume für kreative Entfaltung und entwickelt kundenorientierte Lösungen. Annika begeistert Teams und baut ein breites Netzwerk an Experten und Neudenkern auf.

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Die Digitalwerkstatt | Future Skills Kartenset

Future Skills Kartenset

Future Skills bilden das Kompetenzpaket, das wir benötigen, um erfolgreich die Herausforderungen unserer Zeit zu lösen. 5 Kategorien, 6 Aufgaben pro Kategorie. Allein zu spielen oder im Team. Wie bereiten wir uns auf die Zukunft vor? Wie eignen wir uns neue Kompetenzen an? Die Future Skills-Karten zeigen dir, wie das geht! Ziehe eine Karte, löse deine Aufgabe und bringe den Stein ins Rollen … Los geht‘s!

Du spielst jeweils sechs Aufgaben in folgenden Kategorien:

  • Kreativität: Neue Ansätze ausprobieren
  • Kollaboration: Im Team zusammenarbeiten
  • Kommunikation: Ideen und Lösungen teilen
  • Kritisches Denken: Probleme neu betrachten
  • Mutausbruch: Mut zur Veränderung haben
Storyboard Design Thinking

Pausen - und Achtsamkeitskarten

Zieh die Pausentaste – mithilfe unserer Pausenkarten bekommst du neue Impulse für deine regelmäßigen Pauseneinheiten.

Bewegen und Atmen – beides machen wir im Arbeitsalltag zu wenig.
Mit unseren Karten bekommst du neue Ideen, deine Pauseneinheiten gesünder zu gestalten, zu entspannen und dich zufriedener zu fühlen.

Kurze Atem- und Bewegungsimpulse aus dem Yoga- und Achtsamkeitstraining helfen dir, deine Pause aktiv zu nutzen, runter zu kommen und gelassener zu reagieren.

Auf der Rückseite findest du zu jeder Übung eine Kurzanleitung.

Concept Map | Design Thinking

Reflexionsfragen

Ob große Veränderungen oder kleine Fragestellungen – das Leben fordert uns immer wieder heraus. Um auch in Zukunft möglichst unbeschadet durch schwierige Zeiten zu kommen, brauchen wir eine geistige Beweglichkeit (Agilität), die es uns leichter macht, auf die Überraschungen des Lebens zu reagieren.

Wer geistig flexibel ist, ist kompromissbereiter und kann schneller umdenken.

Dies wiederum ist eine Voraussetzung, um kreativ mit Krisen, Ängsten und Neuerungen umzugehen.
Wer reflektiert, wird flexibler. Dieses Kartenset mit zehn Reflexionsfragen lädt immer am Monatsanfang dazu ein, einen Blick zurück zu werfen. Das führt ganz automatisch zu neuen Einsichten und hilft dabei, den eigenen Fokus richtig zu setzen.

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