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Eine neue Ära der Kommunikation ist angebrochen – während in der analogen Vergangenheit die Unternehmen den Ton angegeben haben und mit ihrer Marke die Macht über den Kunden hatten, werden heutzutage die Marketing-Spielregeln vom Kunden vorgegeben. Damals war der Kunde passiv, leicht zu beeinflussen und ergeben. Davon ist keine Rede mehr: der moderne Kunde ist selbstbestimmt, informiert und kompromisslos. Er wird zum Vorverkäufer, Maker, Gestalter und Sharer. Doch wie kann man diese Menschen für sich und die eigene Marke gewinnen?

10 Tipps, wie man Kunden in digitalen Zeiten gewinnt

Wer in Zeiten der Digitalisierung eindrucksvoll kommunizieren will, sollte smart, menschlich, verspielt und berührend agieren. Jenseits von Big Data und Algorithmen sollte die Kommunikation dort ansetzen, wo sie am wichtigsten ist: am Menschen selbst. Doch wie gelingt das am Besten?

1. Habenwollen! Bewirken

Zunächst solltest du dich immer fragen: wird das, was ich tue, den potenziellen Kunden begeistern? Ihn verblüffen, faszinieren und schlichtweg vom Hocker hauen? Wird mein Produkt oder mein Service so begehrenswert sein, dass der Kunde es unbedingt haben will? Menschen wollen sich glücklich kaufen. Deshalb solltest du keine reinen Produktmerkmale verkaufen wollen, sondern Problemlösungen und ein „gutes Gefühl“. Dabei sind Emotionen entscheidend. Sie erzeugen Aufmerksamkeit, bleiben im Gedächtnis und erhöhen den Kaufreiz.

2. Reputation stärken

Wirst du mit dem, was du tust, Spuren hinterlassen? Werden sich die Menschen an dich und deine Marke erinnern? Kannst du ihre Welt mit deinem Produkt ein Stückchen besser machen? Reputationsinformationen sind das Aushängeschild für die Marke. Niemand will ein Produkt kaufen, über das nur negativ gesprochen und geschrieben wird. Wie eine positive Reputation gelingen kann, hängt von den nachfolgenden Steps ab.

3. Kundenloyalität nähren

Wird das, was du tust, den Kunden so nachhaltig beeinflussen, dass er wiederkommen wird? Hast du ihn so begeistern können, dass er zum Wiederkäufer wird? Vor allem die emotionale Bindung an die Marke und das Produkt ist für die Loyalität entscheidend. Ein Kernbestandteil, um Kundenloyalität zu fördern, ist zudem exzellenter Service. Der Kunde will das Gefühl haben, dass er wahrgenommen und verstanden wird und dass seine Probleme und Wünsche im Fokus stehen.

4. Mit den Sinnen sprechen

Emotio vor Ratio – Kunden fühlen sich insbesondere durch Sinneswahrnehmungen angesprochen. Kannst du durch multiple sensorische Erlebnisse die Aufmerksamkeit des Kunden auf dich und deine Marke ziehen? Du solltest versuchen, mit deiner Marke an allen passenden Kontaktpunkten sensorische Reize auszusenden. Das betrifft insbesondere das Visuelle, das Haptische und das Akustische. Und wie sieht eine Marke nun aus? Schriften und Farben kommunizieren. Grobe Schriften deuten auf Bodenständigkeit hin, feine Schreibschriften auf Eleganz. Farben transportieren Stimmungen und Emotionen. Rottöne wirken warm und freundlich, Blautöne kühl und seriös. Auch Symbolen wird eine große Bedeutung beigemessen, denn sie lösen im menschlichen Gehirn direkt Emotionen aus und reproduzieren eine komplette Geschichte im Kopf.

Als Beispiel dient das Logo des Touristikkonzernes TUI. Die Buchstaben formen einen lächelnden Mund, was die Marke menschlich und sympathisch wirken lässt.

5. Lovepoints und Painpoints des Kunden kennen

Wir müssen genau wissen, was an den einzelnen (digitalen) Touchpoints aus Kundensicht passiert. Vor allem die Lovepoints und Painpoints, also die Höhen und Tiefen der Kundenerfahrung, sind entscheidend. Und wie kann man die Touchpoints optimieren? Indem man den Kunden genau beobachtet, kluge Fragen an ihn stellt und ihn in seinen eigenen Worten reden lässt. Onlinebefragungen scheinen eine verlockende Option, sind für viele Nutzer aber eher lästig. Das Zauberwort an dieser Stelle lautet „offline“. Generell gilt: alle Touchpoints, egal ob online oder offline, brauchen neben guten Kommunikationsfähigkeiten auch emotionale Kompetenz. Du solltest verstehen, wie deine (potenziellen) Kunden ticken.

6. Wissen teilen

Guter Content ist das A und O, um ein Produkt und eine Marke attraktiv zu machen. Wer nichts zu sagen hat, gerät schnell in Vergessenheit. Wer Content erstellt, sollte dabei immer die Fragen des Lesers im Hinterkopf behalten: „Wieso sollte ich das alles lesen?“ und „Was soll ich nach dem Lesen tun?“. Texte lesen soll Spaß machen und einen Mehrwert schaffen, der zum Produktkauf anregt. Die Marke Schwarzkopf macht es vor und weckt das Kundeninteresse durch Content, anstatt durch klassische Werbung. Auf der Unternehmenswebsite beantwortet Schwarzkopf Fragen rund ums Haar und gibt Tipps zu Styling und Pflege. Der Informationsgehalt der Inhalte steht an oberster Stelle, passend dazu findet der Leser Beispiele für passenden Produkte. Die sozialen Medien sollten hierfür unbedingt genutzt werden. Vor allem Instagram eignet sich hervorragend für gutes Content Marketing.

7. Zum Geschichtenerzähler werden

Menschen lassen sich am liebsten durch Geschichten verführen, nicht durch sachliche Produktinformationen und Fakten. Dabei kann es um das eigene Unternehmen, um die Mitarbeiter oder um Geschichten von und mit den Kunden gehen. An welchen spannenden Orten wird das Produkt eingesetzt? Welche witzigen, emotionalen oder spannenden Erlebnisse sind damit verknüpft?

Als gutes Beispiel dient der Smoothie-Hersteller Innocent, der auf seiner Website die Entstehungsgeschichte des Unternehmens beschreibt: „Unsere Geschichte begann 1998, als unsere Gründer Richard, Jon und Adam auf die Idee kamen, Smoothies zu machen. Sie kauften für 500 britische Pfund Obst, mixten daraus Smoothies und boten sie auf einem Jazz-Festival in London an. Vor ihrem Stand hing ein Schild mit der Frage: „Sollen wir unsere Jobs aufgeben, um weiter Smoothies zu machen?“ Darunter hatten sie zwei Mülleimer aufgestellt, auf einem stand „Ja“, auf dem anderen „Nein“. Sonntagabend war der „Ja“-Eimer voll mit leeren Flaschen. Montag gingen sie zur Arbeit und kündigten ihre Jobs, um innocent zu gründen.“

8. Die Aura des Wertvollen

Kunden wollen als wertvoll und besonders wahrgenommen werden. Wenn sie sich gut aufgehoben und wertgeschätzt fühlen, sind sie viel eher bereit, ein Produkt zu kaufen. Und wie kann man dem Kunden dieses Gefühl geben? Durch Zuhören, die Integration von Kundenwünschen und kleine Aufmerksamkeiten. Wie wäre es mit handsignierten Weihnachtskarten? Oder einem kleinen Goodie beim nächsten Kauf? Alles, was man in den Kunden investiert, bekommt man hundertfach zurück.

9. Zusammen mit dem Kunden optimieren

Mitmach-Marketing ist wie eine kostenlose Unternehmensberatung. Menschen wollen mitentscheiden und dadurch mehr Wahlmöglichkeiten haben. Woher wissen wir, was wir verbessern können? Beispielsweise durch Feedbackkarten bei der Produktlieferung, Umfragen und Abstimmung. Auf der eigenen Website sollte man den Kunden die Möglichkeit geben, Wünsche, Kritik und sonstige Ideen einzubringen. In einem virtuellen Ideenlabor können Kunden Prototypen bewerten. Wenn man Menschen zeigt, dass man sich für ihre Meinung interessiert, verändert sich ihre Einstellung zur Marke positiv.

10. Weiterempfehlungen generieren

Konnten wir den Kunden so sehr faszinieren, dass er zum Fan, Sharer und Multiplikatoren wird? Mundpropaganda und positive Weiterempfehlungen sind der beste Weg für neue, zufriedene Kunden. An ein Produkt oder eine Marke ist immer eine Erwartung des Kunden geknüpft, die in der Regel vom Preis und Qualität abhängig ist. Wer es schafft, die Kundenerwartung zu übertreffen, beispielsweise durch Exklusivität, Sympathie oder zusätzlichen Nutzen, hat in den meisten Fällen aus dem Kunden einen Fan und Sharer gemacht.

Was bedeutet das für die Zukunft?

Eine Passion für Kundenbedürfnisse ist in der Zukunft ein Muss! Die digitale Transformation hin zu einer Markenstrategie, die Ganzheitlichkeit und Nutzerzentrierung in den Vordergrund stellt, geschieht nicht über Nacht. Die 10 Tipps geben Impulse, wie die neue Art der Kommunikation mit dem Kunden angegangen werden und wie man ihn für die eigene Marke begeistern kann. Insbesondere den Emotionen sollte eine große Bedeutung beigemessen werden. Menschen handeln impulsiv, unlogisch und irrational. Fakten sorgen zwar für Erkenntnisse, letztlich sind jedoch die Emotionen die treibende Kraft, die einen Kunden zum Kauf einer Marke motivieren.

Wer gerne tiefer in das Thema einsteigen und anhand von Best Practices lernen möchte, sollte unbedingt einen Blick in das Buch „Touch. Point. Sieg. Kommunikation in Zeiten der digitalen Transformation“ von Anne M. Schüller werfen.

Verlagsdaten

  • 384 Seiten
  • 2016 erschienen
  • GABAL Verlag
  • ISBN: 978-3-86936-694-4

expertentipps-fuer-suchmaschinenoptimierung

Mit der richtigen SEO Strategie zu mehr Erfolg bei Google & Co!

Erstelle mit relevanten Keywords top Inhalte und sei zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Analysiere, lerne und verändere stetig – dann bist du die Nr. 1!

On the Fly

  • SEO ist der Prozess, mit dem du deine Website so optimierst, dass sie mehr Besucher über Suchmaschinen anzieht.
  • Wenn du meine Experten Tipps für Suchmaschinenoptimierung konsequent umsetzt, machst du aus Fremden Nutzer und schlußendlich Käufer sowie Promotoren deiner Produkte oder Dienstleistungen.
  • Suchmaschinenoptimierung ist ein andauernder Prozess – keine einmalige Sache. Wer dir „Mit SEO in 8 Wochen auf Platz 1 von Google“ verkauft, ist unglaubwürdig.
  • Arbeite mit relevanten Keywords, verarbeite sie in relevanten Inhalten, verbreite sie an relevanten Orten zur richtigen Zeit und analysiere kontinuierlich den Erfolg deines Handelns – dann bist du digital on top!
  • Infografik: „Erfolgreiche Suchmaschinenoptimierung (SEO): Die wichtigsten Expertentipps on the fly“

 


Inhaltsübersicht

„Wie komme ich bei Google nach oben?“

Diese Suchanfrage liefert in Google über 4 Millionen Ergebnisse. Obwohl es scheinbar schon alle Antworten im Netz gibt, sorgt das Thema SEO für dauernden Gesprächsstoff und Informationsbedarf.

Vielleicht geht es dir ähnlich wie einer meiner Kundinnen: sie ist sehr stolz auf ihre wunderschöne Website und hat schon viele tolle Inhalte erstellt. Sie bewegt sich professionell in den sozialen Netzwerken und zeigt sich authentisch und nahbar. Dennoch kriegt sie rein über die organische (nicht-bezahlte) Google-Suche keine neuen Interessenten auf ihre Website. Nun überlegt sie, wo sie Budget und Zeit investiert. Google Adwords? Suchmaschinenoptimierung? Noch mehr Inhalte erstellen? Social Media Kampagnen?

„Eine neue Website erstellen“ ist nicht gleichzeitig „Eine neue suchmaschinenoptimierte Website erstellen“

Momentan bekomme ich viele Anfragen mit ähnlichen Geschichten. Viele Solopreneure oder Unternehmen haben sich von einer Agentur eine tolle Website erstellen lassen, die diesen Launch vielleicht noch mit einer guten Kampagne unterstützt. Nun stehen sie vor einem Riesenberg Arbeit. Der Shop läuft nicht von alleine. Es kommen keine neuen Besucher oder Anfragen.

Sie gingen davon aus, dass eine „neue Website erstellen“ oder den „Relaunch einer Website“ zu beauftragen gleichzusetzen ist mit „eine neue suchmaschinenoptimierte Website erstellen“ oder den „Relaunch einer Website unter SEO Gesichtspunkten“ in Auftrag zu geben. Das ist weit gefehlt. Denn natürlich sollten Profis beim Beraten und Erstellen von neuen Internetauftritten die Markenstrategie sowie den Vermarktungsprozess im Blick haben. Aber der Aufwand zur Erstellung von letzterer Variante ist um ein wesentlich Höheres – sowohl inhaltlich als auch technisch.

Da dies für den Web-Laien anfangs nicht erkennbar ist, sitzen diese irgendwann potenziell gefrustet da. Der Druck vom Management wird auch immer größer. Sie bekommen große Augen, wenn sie das Angebot zur nachfolgenden Suchmaschinenoptimierung ihrer Agentur in den Händen halten.Und jetzt?

Mach dir frühzeitig Gedanken über deine Webstrategie!

Geschickter wäre es vermutlich gewesen, sich im Vorfeld direkt über seine Webstrategie Gedanken zu machen und daraus ein strukturiertes Webkonzept zu machen. Aber es ist nie zu spät. Suchmaschinenoptimierung ist tricky, aber kein Hexenwerk. Es ist wie mit der Tetris-Lampe: du hast verschiedene Bausteine, die du individuell kombinieren kannst mit der Zielsetzung, deine Marke zum Leuchten zu bringen. Und genau dafür gebe ich dir einige Expertentipps für deine Suchmaschinenoptimierung. Damit bekommst du das nötige Rüstzeug, was du zur Umsetzung brauchst.

Experten Tipps zur Suchmaschinenoptimierung: wer gefunden wird, verkauft!


SEO Expertentipps für deine Suchmaschinenoptimierung

1. Finde relevante Keywords für dein Angebot.

Keywords sind Wörter und Sätze, die in Suchmaschinen eingegeben werden. Man unterscheidet zwischen einzelnen Keywords und sog. „Long-Tail-Keywords“, die ganze Phrasen beinhalten und somit spezifischer sind. Keywords repräsentieren Themen, über die Web-Besucher etwas erfahren möchten.

Überlege dir also, wer dein potenzieller Besucher sein könnte (idealerweise hast du dafür eine Persona erstellt) und nach welchen Themen dieser sucht. Dies können Fragen sein, die in der Branche häufiger gestellt werden oder konkret Fragen, für die dein Angebot die Lösung sein könnte.

Wichtig ist auch, darüber nachzudenken, in welcher Formulierung dein Interessent sein Thema formuliert. Bist du in einer jüngeren Zielgruppe unterwegs? Ist es eine sehr Fachliche? Hast du mit Endkunden zu tun oder bist du im industriellen Umfeld unterwegs? Imitiere die Sprache deiner Zielgruppe und überlege auch, in welcher Phase sie sich befinden könnte: sind hre Fragen problemorientiert oder sucht sie schon konkrete Lösungen auf ein konkretes Problem? Hat sie ihre Entscheidung für einen möglichen Kauf schon getroffen?

Erweitere deine Keyword-Liste (am besten, du legst dir eine Excel-Tabelle an) um mögliche Alternativen, die du bereits im Internet findest. Gib deine Wörter beispielsweise in Google ein und schaue, was dir bereits an Phrasen und ergänzenden Wörtern dazu angezeigt wird. Das ist oft hilfreich.

Achte auch darauf, welche Keywords von deinen Wettbewerbern schon vielfach eingesetzt werden und welche Keywords ein hohes Suchvolumen beinhalten. Fokussiere dich dabei auf die Nischen, d.h. überlege dir Keywords, die ein hohes Suchvolumen haben, aber noch nicht so häufig von deinen Mitbewerbern benutzt werden. Hilfe bietet dir hier z.B. der Google Keyword Planner.


SEO Expertentipps für deine Suchmaschinenoptimierung (SEO): Content Marketing & Content Strategie

2. Erstelle informative Inhalte rund um deine Keywords.

Jetzt geht es ans Inhalte erstellen. Erstelle außergewöhnliche Inhalte, die für deine Persona bzw. Besucher relevant sind und einen Mehrwert darstellen. Hierfür ist der Kontext entscheidend. Überlege dir Blog-Kategorien und zugehörige Themen, die informativ zu den jeweiligen Suchabsichten deiner Benutzer passen. Bei der Texterstellung solltest du deine Keywords unterbringen, aber es steht im Vordergrund, einen gut lesbaren, ansprechenden Text zu erstellen. Mittlerweile erkennt Google auch Textzusammenhänge und benötigt nicht mehr so eine hohe Keyworddichte, wie es früher mal der Fall war.

Suchmaschinen werden beständig weiterentwickelt und können mittlerweile auch die Absichten erkennen, die ein Benutzer bei seiner Suche hat. Möchte er sich nur informieren oder benötigt er Lösungen für ein konkretes Problem oder hat er sich entschieden, etwas zu kaufen und benötigt Preis- und Leistungsvergleiche? Als Inhalte bieten sich u.a. Erklärvideos, Ebooks, Whitepapers, etc. an.


SEO Expertentipps für deine Suchmaschinenoptimierung: Long Tail Keywords

3. Optimiere deine Inhalte für ein primäres Keyword.

Nun geht es darum, deine einzelnen Seiten für ein primäres Keyword (Achtung: Keywords sind einzelne Wörter UND Phrasen) zu optimieren. Denk daran, dass jede Einzelne deiner Unterseiten für Google rankt und unabhängig voneinander suchmaschinenoptimiert werden sollte. Hier ist es wieder entscheidend, mit welcher Intention dein Besucher nach Informationen sucht und in welchem Kontext er Inhalte findet. Er muss nicht den entscheidenden Einstieg über deine Startseite finden, sondern sollte sich auf jeder Unterseite zurechtfinden und genau dort landen, wo er die für ihn relevante Information findet. Damit schaffst du automatisch ein gutes Benutzererlebnis und sorgst für gute Gefühle.
Was heißt das im Klartext?

  • Verwende dein Keyword im Titel und in der URL deiner Seite.

    Sollte die Seite schon länger bestehen und du änderst die URL, richte eine 301-Weiterleitung ein, damit die ehemalige Seite nicht ins Leere läuft.

  • Wenn du mit Long-Tail-Keywords arbeitest, trenne diese in der URL mit einem Bindestrich

    z.B. /diedigitalwerkstatt.de/expertentipps-zur-suchmaschinenoptimierung-seo/

  • Verwende das Keyword in deinen Überschriften

    und markiere diese entsprechend als <h1>, <h2> oder <h3>. Achte darauf, dass im oberen Bereich einer Website („above the fold“) das Keyword in jedem Fall im Text vorkommt ebenso wie in Aufzählungen sowie im eigentlichen Text und – ganz wichtig – in den ALT-Informationen deiner Bilder. Oftmals ist es müßig, diesen Wert zu pflegen, aber er ist enorm wichtig. Ebenso kannst du deine Bilddateinamen schon entsprechend intelligent benennen (einzelne Wörter auch mit Bindestrichen getrennt).

  • Verwende dein Keyword in der Metabeschreibung / Meta Description.

    Diese ist von den hoch gepriesenen Metainformationen noch die Einzige, die wirklich relevant ist. Sie wird auch für die Ergebnisansicht in Google herangezogen. Formuliere knackig & prägnant, um was es geht und mache dem Leser Lust dazu, darauf zu klicken. Die Meta Description sollte nicht länger als 140 Zeichen sein. Wenn du mit WordPress arbeitest, installiere dir das Yoast Plugin – ein perfektes Experten Hilfsmittel für deine Suchmaschinenoptimierung.

  • Ergänze deine Inhalte um relevante interne und externe Links.

    Verwende dabei die Keywords, zu denen du ranken möchtest, als Hyperlinktext, wie z.B.: weitere Google Expertentipps für Suchmaschinenoptimierung findest du hier.

  • 80% aller Nutzer besitzen ein Smartphone – und benutzen es auch!

    Optimiere deine Website für Mobilgeräte

    und stelle sicher, dass deine Inhalte auf jedem mobilen Endgerät und jeder Bildschirmgröße korrekt angezeigt und wiedergegeben werden. Wenn du mit vielen und langen Texten arbeitest, überlege dir, eine komplett separate responsive Variante deiner Website erstellen zu lassen, um hier nur die wichtigsten Fakten und Informationen wiederzugeben. Auf Mobilgeräten durch endlose Texte zu scrollen, empfinden die meisten Nutzer als sehr anstrengend (wie bei diesem hier :-)).


    expertentipps-fuer-suchmaschinenoptimierung-werbung-social-media-email

4. Werbe für deine Inhalte – wieder und wieder.

Deine außergewöhnlichen Inhalte müssen nun raus in die Welt! Nutze Social Media und Email Marketing, um auf dein Angebot aufmerksam zu machen. Auch können geschickt und gut gestaltete Google Adwords Kampagnen zum Erfolg bringen oder Social Media Ads auf z.B. Facebook oder Instagram.

Achte auch hier im Vorfeld darauf, dass du deine gesammelten Nutzerdaten sofort adäquat im Rahmen eines selbstlernenden Prozesses verarbeitest, damit du immer bessere, relevantere und spezifischere Informationen an deine Benutzer verteilen kannst. Behalte dabei deinen Inbound Prozess im Auge, den ich dir an einer anderen Stelle vorstellen werde.


SEO Expertentipps für deine Suchmaschinenoptimierung

5. Verlinke deine Inhalte im Web.

Suchmaschinen wie Google folgen Links zwischen verschiedenen Websites und finden heraus, wie relevant die Inhalte miteinander verknüpft sind. Google nutzt dies, um die Autorität deiner Website zu überprüfen und rankt sie je nach Verknüpfung. Dabei gilt die Devise: je bekannter und vernetzter die Website einer anderen Marke ist, desto relevanter ist der sog. „Backlink“/“Inbound Link“, der von dort auf deine Seite zeigt.

Finde heraus, welche Influencer es in deinem Umfeld gibt und wer die Vordenker in deiner Branche sind. Versuche, diese geschickt in deine Kommunikation einzubinden und davon zu profitieren. Es sollte eine Win-Win-Situation sein – in Kürze erscheint mein Artikel mit weiteren Beispielen dafür.

Aktualisierung vom 22.03.2018: 

Berücksichtigung der künstlichen Intelligenz der Suchmaschine

Google hat sich bereits seit einiger Zeit auf dem Gebiet der künstliche Intelligenz (KI) spezialisiert. Dies betrifft insbesondere die Suchmaschinenoptimierung, die durch Machine-Learning zunehmen beeinflusst wird. Das KI-System „Rankbrain“ befähigt Suchmaschinen selbst zu lernen und Suchanfragen eigenständig zu verstehen. Die Content-Qualität kann hierbei mittels „Co-Occurance“ viel präziser gemessen werden, indem statt der Keyword-Dichte die semantische Distanz zwischen zwei Wörtern berechnet wird und somit festgestellt wird, wie nahe diese verwandt sind. Google verfügt mit über 130 Billionen gefundener Websites über einen komplexen Datensatz, um die Bewertung der semantischen Distanz zwischen Wörtern detailliert zu bestimmen.

Zudem kann Rankbrain der Suchmaschine helfen, die Bedeutung von Wörtern zu verstehen. Beispielsweise kann unterschieden werden, ob bei der Suchanfrage „Apple“ das Unternehmen oder das Obststück gemeint ist. Statt der bloßen Keywords kann Google die Nutzerintention immer besser verstehen und differenzieren.

Um eine hohe Content-Qualität, also Co-Occurance, zu erreichen, müssen für konkrete Themen auch die relevanten Unterthemen (so genannte „Entitäten“) miteinbezogen werden. Beispielsweise sollte ein Text, der sich mit Autos beschäftigt, die Entitäten „Reifen“ und „Lackfarbe“ ebenfalls beinhalten. Je vollständiger die Beschreibung innerhalb eines Textes ist, umso hochwertiger ist der Content.

Das Ende für Backlinks und Keyword-Dichte?

Suchmaschinen wie Google folgten lange Zeit Links zwischen verschiedenen Websites um herauszufinden, wie relevant die Inhalte miteinander verknüpft sind. Aufgrund von KI sind jedoch sowohl die Anzahl an Backlinks als auch eine starke Keyword-Dichte nicht mehr ausschlaggebend dafür, wie gut das Ranking ist. Stattdessen gewinnen Faktoren wie holistischer (ganzheitlicher) Content, die durchschnittliche Verweildauer, die Click-Trough-Rate, die Bounce-Rate oder die besuchten Unterseiten während einer Session zunehmend an Bedeutung. Das bedeutet: durch Machine-Learning ist Google in der Lage, verschiedene Ranking-Faktoren genauer zu differenzieren. Durch die Auswertung dieser Faktoren kann immer genauer bestimmt werden, ob eine Seite die Intention des Nutzers bedienen kann oder nicht.

Die Zukunft der Suchmaschinenoptimierung

Aktuell muss Rankbrain noch an Offline-Daten üben, jedoch ist die Transformation der SEO durch künstliche Intelligenz bereits in vollem Gange. In naher Zukunft wird Google Ranking-Faktoren in Echtzeit beurteilen können. Das Verhalten von Suchmaschinen wird undurchsichtiger und weniger vorhersagbar werden. Neue Potenziale für die Suchmaschinenoptimierung können in verwandten Disziplinen gefunden werden: Sowohl technisches SEO als auch softe Faktoren wie Social Proof, Design oder Markenreputation werden an Bedeutung gewinnen.

Und was sind die To Do‘s?

Die Suchintention der Nutzer sollte sowohl bei der Keyword-Recherche als auch bei der Planung von Seiteninhalten berücksichtigt werden. Als SEO-Manager muss man sich immer wieder die Fragen stellen: Ist mein Kaufangebot wirklich für den Nutzer relevant? Sind meine Bilder und Videos qualitativ hochwertig und inspirierend? Stelle ich holistischen Content zur Verfügung? Nur, wenn konsequent auf den User-Intent eingegangen wird, besteht die Chance, die Nutzer zufrieden zu stellen und sie zum Verweilen anzuregen. Dadurch werden Signale an Google gesendet, die das Ranking der Seite positiv beeinflussen. Lesenswert dazu ist auch der Artikel „Erfolgsfaktor SEO: Umsatz generieren mit den richtigen Insights“

Tipp: t3n hat eine Übersicht über die besten Tools zur Keyword-Recherche erstellt. Reinschauen lohnt sich.


SEO Expertentipps für deine Suchmaschinenoptimierung

6. Analysiere deine Maßnahmen und lerne kontinuierlich daraus.

Nutze Analytics-Werkzeuge, um all deine Maßnahmen und Schritte zu überprüfen. Definiere dir hierfür im Vorfeld entsprechend sinnvolle Messgrößen, damit du einen Vorher-Nachher-Vergleich hast und weißt, an welchen Schrauben es Sinn macht, zu drehen und welche wenig Wirkung erzielen.

Aktualisierung vom 18.12.2018:

7. SEO für Sprachsteuerung

Die Grundsätze der Suchmaschinenoptimierung bleiben auch bei der Sprachsuche ähnlich, trotzdem sollten ein paar Aspekte beachtet werden.

Schnelligkeit und Sicherheit spielen nach wie vor eine große Rolle, um auf den vorderen Plätzen des Rankings zu erscheinen. Du solltest darauf achten, dass keine https-Zertifikate fehlen. Ansonsten kann es passieren, dass Google deine Seite als unsicher einstuft.

Bei der Sprachsuche ist es wichtig, dass der User die Inhalte schnell verstehen kann. Vermutlich wird er eine kurze und bestimmte Frage stellen, auf die eine genaue Antwort folgen sollte. Zudem kannst du selbst entscheiden, welche Inhalte „gelesen“ werden. Dadurch kannst du beeinflussen, welche Informationen die Suchmaschinen ausgeben.

Ein letzter wichtiger Aspekt ist die neue Rolle von Keywords. Du musst bedenken, dass User nicht nach einzelnen Wörtern fragen werden, sondern vielmehr eine komplette Frage stellen. Heißt für dich: Du solltest semantisch natürliche und durchgängige Texte verfassen und versuchen, Fragen zu beantworten. Das Auffinden einzelner Begriffe in den Inhalten ist nicht mehr ausreichend.

Suchmaschinenoptimierung ist ein Prozess – kein einmaliges To-Do!

Was dir klar sein muss: Suchmaschinenoptimierung ist keine einmalige Sache. Nach wie vor denken viele Vorgesetzte oder Marketeers, jetzt machen wir mal SEO und optimieren einmal unsere Seiten, dann haben wir es geschafft. Dem ist leider nicht so. Gute Suchmaschinenoptimierung ist ein regelmässiger Prozess, der in jeder To-Do-Liste eines Selbständigen oder KMU oder Marketeers in einem größeren Unternehmen seinen festen Platz haben sollte.

Selbstverständlich kann der SEO Prozess ausgelagert und an externe Profis vergeben werden. Aber auch dann kommst du nicht daran vorbei, dir Gedanken über dein digitales Spielfeld und potenzielle Kunden zu machen, die du mit deinem Angebot beglücken möchtest. Beglücken meine ich an dieser Stelle wörtlich – auch im industriellen Umfeld: das Herz muss hüpfen – egal, ob es sich um Angebote rund um die persönliche Weiterentwicklung, gesunde Ernährung, megacoole Mountainbikes oder Schraubspindelpumpen handelt.

Glückliche Suchmaschinen – mehr Interessenten – mehr Arbeit für dich

Willst du mehr Arbeit haben? Denn auch das ist klar: wenn du die Expertentipps zur Suchmaschinenoptimierung befolgst, wirst du mehr Nutzer auf deinen Seiten haben und somit mehr Arbeit.

Bereit, dich darauf einzulassen?

Gerne kannst du dich auch im nächsten Web-Strategie-Workshop bei uns in der Digitalwerkstatt anmelden. Hier erfährst und erarbeitest du alles, was du für deinen erfolgreichen Online-Auftritt brauchst. Mit dem Website-Qualitäts-Check erhältst du zudem einen Leitfaden für deine kontinuierliche Optimierung.