Eine gute Content Marketing Strategie ist heutzutage wichtiger denn je und beeinflusst die Beziehung zum Kunden sowie die Glaubwürdigkeit von Unternehmen. Schritt für Schritt zeigen wir Dir, wie du zu eine gelungene Content Marketing Strategie entwickeln kannst.

„Build relationships that matter. Better for you. Better for your organization.”

Den theoretischen Ablauf der WOL Methode findest du in Teil 1 und Teil 2 unserer Blogserie zum Thema Working Out Loud, nun geht es um die praktische Umsetzung.

Das Grundprinzip

Ein WOL Circle besteht aus einer Gruppe von 4-5 Personen, die sich mit 3 Kernfragen beschäftigt:

Was versuche ich zu erreichen? Wer steht mit meinem Ziel in Verbindung? Was kann ich dazu beitragen, um unsere Beziehung zu vertiefen? Über einen Zeitraum von 12 Wochen trifft sich dein Circle für eine Stunde pro Woche und orientiert sich an einem kurzen und einfachen Leitfaden. Du lernst, jede Woche kleine Schritte zu machen, um am Ende ein großes, vielfältiges Netzwerk zu haben, dass du auf verschiedene Ziele anwenden kannst.

Innerhalb deiner Gruppe werden alle Teilnehmer effektiver in ihrem Tun, helfen sich gegenseitig und motivieren einander. Es entstehen tiefe, sinnerfüllende Beziehungen, die Kompetenz, Innovation und Kollaboration vereinen. Jeder kann etwas Sinnvolles zu Debatten und Prozessen beitragen. Es zählt das WIR!

Get ready

Genug Theorie, jetzt geht es endlich los! Jeder Teilnehmer beginnt mit einem individuellen Ziel, das ihm wichtig ist. Der Circle Guide gibt Anweisungen, wie jede einzelne Woche ablaufen wird. Wichtig ist, dass alle Teilnehmer offen über Fortschritte und Hindernisse der Zielerreichung sprechen, nur so kann man sich gegenseitig helfen. Die 12 Wochen dienen als Guideline. Jede Woche kommst du deinem Ziel ein kleines Stück näher und bekommst von anderen Teilnehmern Feedback, aus dem du lernen kannst.

Ganz wichtig: Tu etwas! Es gibt niemanden der kontrolliert, wie du deine Übungen machst. Es liegt ganz allein bei dir. Wenn deine Motivation nachlässt oder du ein Treffen versäumst, dann nimm dir weniger vor und mach kleinere Schritte. Das ist besser als ganz aufzuhören. Außerdem kannst du deinen Circle jederzeit um Hilfe bitten. Großzügig helfen und sich gegenseitig vertrauen sind die Schlüssel zum Erfolg.

12 Wochen im Überblick

Woche 1: Aufmerksamkeit schärfen

Nach dem ersten gemeinsamen kennenlernen, wählt jeder Teilnehmer sein individuelles Ziel aus. Um deinem persönlichen Ziel näher zu kommen, erstellst du zunächst eine Liste von Personen, die in Verbindung mit deinem Ziel stehen.

Woche 2: Beiträge anbieten

Gehe deine List aufmerksam durch und erstelle kleine Beiträge für die Personen auf deiner Liste. Dadurch wirst du die Beziehung vertiefen.

Woche 3: Mache drei kleine Schritte

Passe dein Zeitmanagement an, füge weitere Kontakte zu deiner Beziehungsliste hinzu und gestalte eine andere Art von Beiträgen. So kannst du deine Praxis festigen.

Woche 4: Aufmerksamkeit gewinnen

In dieser Woche lernst du, wie du deine Beiträge persönlicher und wertvoller gestaltest. Du übst, wie du Nachrichten verfasst und auf Menschen zugehen kannst.

Woche 5: Verstehe deine Persönlichkeit

Anstatt in eingeschränkten Rahmen zu denken lernst du in dieser Woche, was das Spektrum deiner Persönlichkeit zu bieten hat. Das, was dich ausmacht, wird die Basis für eine sinnvolle Verbindung zu anderen.

Woche 6: Sichtbar werden

Bist du sichtbar? Ist deine Arbeit sichtbar? In dieser Woche lernst du, wie du deine Online Präsenz verbessern kannst, sodass andere dich finden können. Das erhöht deine Chancen, Kontakte zu knüpfen.

Woche 7: Zielgerichtet arbeiten

In dieser Woche wirst du einen Brief an dich selbst schreiben, geschrieben von deinem zukünftigen Ich. Durch die Formulierung einer langfristigen Vision wird dein Ziel realer.

Woche 8: Routine entwickeln

Du lernst, wie deine neuen Gewohnheiten zum Alltag werden und dich immer weniger Mühe kosten. Zudem übst du, wie du mit Schwierigkeiten und Hürden umgehen kannst.

Woche 9: Eigenständige Beiträge

Du bist nun an einem Punkt angekommen, an dem du die Bandbreite deiner Beiträge erweitern kannst. Du wirst mehr von deiner Arbeit und deinen Gedanken sichtbar machen und so einen weiteren Schritt in Richtung deines Ziels machen.

Woche 10: Systematisch arbeiten

In Woche 10 lernst du, mit zwei leichten Systemen umzugehen, die dir helfen, Dinge einfacher zu machen. Zum einen lernst du neue Beiträge zu identifizieren, zum anderen wie du deine Beziehungsliste besser verwaltest.

Woche 11: Fokus erweitern

Bisher hast du deinen Fokus auf individuelle Beiträge und Verbindungen gelegt. Jetzt geht es darum ein Gespür zu entwickeln für das, was möglich ist. Dein Netzwerk wird umfassender und du musst dir deiner Rolle darin bewusst werden.

Woche 12: Reflektieren und feiern

12 Wochen sind vorbei und du hast einiges erreicht. Das Ende dieses Circles stellt gleichzeitig einen neuen Anfang dar. Was hast du Neues gelernt? Was kann in der Zukunft noch kommen? Feiert euer letztes Treffen gemeinsam.

Neugierig geworden?

Alle wichtigen Informationen zu WOL findest du hier. Wenn du bei einem Circle selbst teilnehmen willst, dann informiere dich beispielsweise auf Facebook oder LinkedIn über Treffen in deiner Nähe. In Zukunft wird es auch bei uns WOL Circle geben, nähere Informationen dazu folgen noch.

„Build relationships that matter. Better for you. Better for your organization.”

Nachdem wir im ersten Teil unserer Blogserie WOL die Methode WOL und die individuellen Vorteile vorgestellt haben, geht es im zweiten Teil nun um Unternehmen. Wie können Unternehmen von WOL profitieren und die Methode als Mittel einsetzen, um eine erfolgreiche Innovationskultur zu fördern?

Working Out Loud bedeutet, die eigene Arbeit öffentlich zu machen, mit anderen Kollegen in den Dialog zu kommen und Informationen über Fortschritte und Hürden auszutauschen. Je mehr Beteiligte, umso höher ist der Nutzen für Teams und das gesamte Unternehmen. Ziel ist es, die (digitale) Zusammenarbeit zu fördern und die Innovationskraft zu stärken.

Wer kann die Methode WOL nutzen?

Das Gute: Working Out Loud ist für alle geeignet. Sowohl große Unternehmen, als auch KMUs, Start-Ups, Schulen, Krankenhäuser und andere Organisationen können von der Methode profitieren. Um im digitalen Wandel nicht abgehängt zu werden, ist WOL ein unerlässliches Tool. Eine kollaborative und transparente Zusammenarbeit in Netzwerken ist einer der Schlüsselqualifikationen unserer neuen digitalen Arbeitswelt. Vielen Unternehmen fällt aber genau diese Umsetzung noch sehr schwer und das Potenzial von Networking wird nicht optimal genutzt.

Ein Blick über den Tellerrand hilft jahrelanges Silodenken zu überwinden. Vernetzte Mitarbeiter beeinflussen die Unternehmenskultur positiv. Anstatt starrer formaler Strukturen findet der Wissensaustausch informal und interdisziplinär über die Abteilungsgrenzen hinaus statt. Das fördert die Kollegialität und lässt Aufgaben und Probleme aus einem neuen Blickwinkel betrachten. Innovationen und neue Arbeitsmethoden werden so automatisch vorangetrieben.

Mitarbeiter und Kollegen für WOL motivieren

Doch wie schafft man es, seine Mitarbeiter und Kollegen für WOL zu begeistern? Viele Menschen haben zunächst Vorbehalte, diese gilt es zu beseitigen. Kleine Circle ermutigen die Menschen, offen über ihre Arbeit zu reden, ohne Angst vor einem Wettbewerb untereinander. Der geschützte Rahmen der Circles soll Sicherheit und Vertrauen geben. Die Treffen können analog oder digital stattfinden und sich sowohl mit persönlichen als auch beruflichen Zielen beschäftigen. Dabei müssen die Teilnehmer keinesfalls im selben Bereich arbeiten oder die gleichen Ziele verfolgen. Im Gegenteil: Je heterogener die Gruppe, umso mehr kommen verschiedene Sichtweisen und Kontakte zusammen.

Wie ein offener Dialog Unternehmen voran bringt

Dass Working Out Loud erfolgreich in der Praxis funktioniert, zeigen Unternehmen wie Bosch, Siemens oder BMW. Christoph Kübel, Geschäftsführer und Arbeitsdirektor der Robert Bosch GmbH ,beschreibt, dass WOL den Transformationsprozess von Bosch unterstützt: „Um die vernetzte Welt erfolgreich zu gestalten, müssen wir über jegliche Grenzen hinweg zusammenarbeiten, einander unterstützen und voneinander lernen. […] Die Working Out Loud Circle Methode bietet Mitarbeitern unabhängig von der Hierachieebene die Möglichkeit, vernetztes Arbeiten zu erleben und die eigenen Fähigkeiten darin auszubauen.“

Die Mitarbeiter von BMW haben die WOL Methode ausprobiert und darin einen Ansatz gefunden, der sich auf jegliche Projekte und Bereiche anwenden lässt. Die Idee begann mit ein paar Menschen, die ein funktionsübergreifendes Team bildeten. Ohne offizielle Genehmigung und ohne Budget testeten sie ihre Idee mit kleinen Experimenten und verbreiteten die Erfolge über soziale Netze, sowohl intern als auch extern. Sie nutzten das Feedback für Verbesserungen sowie um das Management zu überzeugen. Immer mehr Menschen werden beeinflusst und die Bewegung wächst stetig an.

Praxisbeispiel: Working Out Loud, um neue Mitarbeiter willkommen zu heißen

Jedes Unternehmen heißt seine Mitarbeiter unterschiedlich willkommen, meistens läuft es jedoch folgendermaßen ab: Als neuer Mitarbeiter durchläufst du einen Orientierungsprozess, der dich mit Regeln, Werten und Tools des Unternehmens vertraut macht. Du bekommst Zugangsdaten, einen Arbeitsplatz und lernst nach und nach die Menschen in deinem Team und deiner Abteilung kennen. Über die nächsten Jahre wirst du langsam ein Netzwerk aufbauen, das dich mit Wissen und Ressourcen versorgen kann. Was aber, wenn das Ganze viel schneller geht?

Die WOL Methode bildet Circles aus vier bis fünf Personen, die sich in verschiedene Abteilungen befinden können, je nach Prozess und Art der Verbindung, die entwickelt werden soll. Das Ziel aller neuen Mitarbeiter: Menschen in der neuen Organisation kennenlernen. Alle Gruppenmitglieder durchlaufen denselben Prozess, so entwickelt sich schnell ein vertrautes Gruppengefühl.

Während sich das Netzwerk Woche für Woche weiter ausbaut und die Beziehungen zu den Menschen in ihm vertieft, entwickeln sie eine neue Denkweise und neue Gewohnheiten: offenes, kooperatives Arbeiten. Ziel ist es, dass die Menschen für ihr nächstes Problem in der Lage sind die Menschen zu finden, die ihnen helfen können und mit denen sie Beziehungen aufbauen können. Diese Art der Einarbeitung von neuen Mitarbeitern erhöht das Engagement und die Konnektivität untereinander. Neue Mitarbeiter lernen durch die Peer-Support Gruppe.

Wer tiefer in das Thema WOL einsteigen will, sollte sich unbedingt den Podcast von t3n „Working Out Loud – Was steckt hinter dem Hype Begriff?“ anhören oder das Video zur Working Out Loud Konferenz bei Bosch ansehen.

Bereit? Um sofort loslegen zu können, solltest du zunächst kleine Schritte gehen und einen WOL Circle gründen. Wie genau ein WOL Circle abläuft, erklären wir in Teil 3 unserer Blogserie.

„Build relationships that matter. Better for you. Better for your organization.”

So lautet das Motto der aktuell weit verbreiteten „Working Out Loud (WOL) ” Methode, die von John Stepper entwickelt wurde. In über 40 Ländern und großen Unternehmen wie Bosch, Siemens und BMW hat WOL bereits Anklang gefunden.

Doch was genau verbirgt sich hinter dem Namen und was bewirkt WOL?

Working Out Loud setzt auf Beziehungen, die dir dabei helfen, deine Ziele zu erreichen und deine Fähigkeiten zu verbessern. Denn: Gemeinsam ist man besser. In der heutigen Zeit geht es nicht darum, allein so gut wie möglich zu performen. Vielmehr geht es um den Sharing Gedanken. Wir teilen unser Wissen, unsere Fragen und unsere Probleme und können von der Gemeinschaft profitieren. Ähnlich funktionieren die Formate Open Spaces oder Unkonferenzen.

„Laut arbeiten“ meint in diesem Zusammenhang „offenes arbeiten“. Wenn Menschen anfangen diese Methode umzusetzen, wird ihre Arbeit effektiver, sinngebender und erfüllender. Die gesamte Arbeitskultur wird offener und gemeinschaftlicher.

Wie kann ich WOL für mich sowie mein Unternehmen erfolgreich nutzen? In unserer dreigeteilten Blogserie verraten wir dir genau das! Außerdem empfehlen wir den TED Talk von John Stepper. Dort beschreibt Stepper, wie du deine Karriere vorantreiben und deinen Alltag positiv verändern kannst.

Teil 1 – Mache deine Arbeit sichtbar

WOD ist sowohl eine Lebenseinstellung, als auch eine praktische Methode, um unseren Alltag zu verändern. Wir lernen Beziehungen aufzubauen, die uns helfen, unsere Ziele zu erreichen. Durch Vertrauen und Verbundenheit entsteht eine harmonische Community mit mehr Wissen und mehr Möglichkeiten. Unsere Zusammenarbeit wird agiler und innovativer. Es geht nicht um das bloße Geben und Nehmen in einem großen Netzwerk. Durch das Teilen von Beiträgen aus unserer eigenen Arbeit und unseren eigenen Erfahrungen, werden wir für eine großes Umfeld sichtbar.

Diese Kerngedanken orientieren sich an fünf Prinzipien, die Stepper entwickelt hat. Die Devise lautet: Combine those elements like a superpower!

  • Beziehungen (Relationships)

    • Der Weg zum Wissen führt über die Gemeinschaft. Jeder trägt etwas Sinnvolles bei und baut dadurch nachhaltige Beziehungen zu anderen auf, die helfen können, Ziele zu erreichen, Probleme zu lösen und Fähigkeiten zu verbessern.
  • Großzügigkeit (Generosity)

    • Ziel ist es, ein starkes und nachhaltiges Netzwerk aufzubauen. Jeder teilt sein Wissen, ohne eine Gegenleistung zu erwarten.
  • Sichtbare Arbeit (Visible Work)

    • Die eigene Arbeit sichtbar machen und somit einen wertvollen Beitrag für die Community zu leisten.
  • Zielgerichtetes Entdecken (Purposeful Discovery)

    • Du hast ein individuelles Ziel vor Augen und richtest deine Aktivitäten darauf aus, dieses Ziel zu erreichen. Welche Ressourcen brauchst du dafür? Wie kannst du dem Ziel näherkommen und kontinuierlich dabei lernen?
  • Wachstumsorientiertes Denken (Growth Mindset)

    • Lerne, immer offen und neugierig an Dinge heranzugehen und die unendlichen Möglichkeiten zu entdecken, die dich deinem Ziel näherbringen können.

Diese Prinzipien bilden nun den Ausgangspunkt für die WOL Circles – kleine Gruppen von vier bis fünf Personen, die sich 12 Wochen lang für je eine Stunde pro Woche treffen und gemeinsam die Ziele der Teilnehmer erarbeiten.

Du solltest dir zu Beginn folgende Fragen stellen:

Was versuche ich zu erreichen? Wer steht mit meinem Ziel in Verbindung? Wie kann ich dazu beitragen, unsere Beziehung zu vertiefen?

Es spielt dabei keine Rolle, ob dein Ziel privater oder beruflicher Natur ist. Während der Circles wirst du effektiv arbeiten können. Du hast Zugang zu einer Community, die dich mit Input und Möglichkeiten versorgen kann. Jede Woche geht es darum, neue Übungen auszuprobieren, die dich deinem Ziel näherbringen. Während du beispielsweise in einer Woche lernst, wie du sichtbarer wirst, lernst du in der nächsten Woche, wie du sinnvoll Beiträge in das Netzwerk einbringen kannst.

What’s in it for me?

Die WOL Circles bieten die die Möglichkeit Neues auszuprobieren und sich mit einer klaren Zielorientierung beruflich und privat weiterzuentwickeln. Das Ganze findet in einem geschützten Rahmen innerhalb eines stabilen und persönlichen Netzwerkes, mit Wertschätzung und Respekt füreinander, statt. Dadurch werden Beziehungen nachhaltig intensiviert. Die Treffen dauern nur eine Stunde, wodurch sie leicht in deinen Zeitplan zu integrieren sind. Du lernst, wie du deine Ziele schneller erreichen und dich dabei selbst im digitalen und vernetzten Arbeiten befähigen kannst, indem du digitale Medien nutzt.

Und, neugierig geworden?

Im zweiten Teil unserer Blogserie erfährst du, wie du WOL im Unternehmen zum Aufbau einer erfolgreichen Innovationskultur nutzen kannst.
Du willst wissen, wie genau ein WOL Circle abläuft? Dazu mehr in Teil 3 – Hands on: der WOL Circle.

Diese Frage hat sich jeder schon unzählige Male gestellt, egal, ob bei der Bewerberansprache oder der Kommunikation auf dem eigenen Blog oder der Website. Während es im Englischen nur das „you“ gibt, stellt sich bei der deutschen Sprache die Frage: „Du“ oder „Sie“? Ob gesiezt oder geduzt wird, hat Auswirkungen darauf, wie Menschen eine Botschaft wahrnehmen – ein zweischneidiges Schwert zwischen zu salopp und zu business. Deshalb solltest du dir vorher genaue Gedanken darüber machen, welchen Ton du treffen und welche Botschaft du transportieren willst.

Die Ansprache bei Stellenanzeigen

Die Studie von Wirtschaftspsychologe Uwe Kanning und HR-Beraterin Sarah Winkelmann mit 297 Probanden hat ergeben, dass die Art der Ansprache per „Du“ oder „Sie“ Auswirkungen darauf hat, wie ein Unternehmen von außen wahrgenommen wird. Laut den Probanden wirken Unternehmen, die in einer Stellenanzeige duzen, modern, mitarbeiterorientiert und sympathisch. Im Gegensatz hierzu wird das Siezen in einer Stellenanzeige mit einem fordernden Arbeitgeber, komplexen Aufgaben und hoher Leistungsfähigkeit assoziiert. Wenn sich die Studienteilnehmer entscheiden müssten, welche Ansprache ihnen lieber ist, so präferierte nur die Hälfte das „Du“, auch wenn das Durchschnittsalter bei 25 Jahren lag.

Duzen oder Siezen auf der Website und dem Blog

Die Anrede im Internet gehört zu den ersten Eindrücken, die der Nutzer über deine Website gewinnt. Zunächst muss festgelegt werden, wer man selbst sein will. Ein externer Berater, der einen distanzierten Kontakt zum Nutzer pflegt? Oder eher ein Praktiker auf Augenhöhe, der nahbar und sympathisch wirkt? Duzen oder Siezen ist vor allem eine Frage des Selbstverständnisses. Außerdem ist die Zielgruppe entscheidend. Wer soll angesprochen werden? Welche Art von Menschen wird auf der Website oder dem Blog landen? Und wie kann man sie am besten erreichen?

Was bedeutet das jetzt genau?

Am wichtigsten ist es authentisch zu bleiben und eine Atmosphäre zu kreieren, in der sich ein (potenzieller) Nutzer wohl fühlt. Geht es um formale Angelegenheiten, dann ist vermutlich das „Sie“ angebracht. Wenn es eher um eine kreative und moderne Atmosphäre, die Zusammenarbeit im Team und kein abgehobenes Expertenwissen geht, dann ist das „Du“ die bessere Alternative. Wichtig ist, dass die Ansprache konsequent auf allen Kanälen durchgehalten wird und nicht zwischen duzen und siezen gewechselt wird. Die goldene Grundregel: sei einfach Du selbst!

Wir haben uns auf der Seite der Digitalwerkstatt für das „Du“ entschieden, weil wir auf Augenhöhe kommunizieren und ein freundliches Umfeld schaffen wollen. Professionalität steht zu 100% im Vordergrund, aber auf eine neue und innovative Art, weg von der alten Schule.

Eine neue Ära der Kommunikation ist angebrochen – während in der analogen Vergangenheit die Unternehmen den Ton angegeben haben und mit ihrer Marke die Macht über den Kunden hatten, werden heutzutage die Marketing-Spielregeln vom Kunden vorgegeben. Damals war der Kunde passiv, leicht zu beeinflussen und ergeben. Davon ist keine Rede mehr: der moderne Kunde ist selbstbestimmt, informiert und kompromisslos. Er wird zum Vorverkäufer, Maker, Gestalter und Sharer. Doch wie kann man diese Menschen für sich und die eigene Marke gewinnen?

10 Tipps, wie man Kunden in digitalen Zeiten gewinnt

Wer in Zeiten der Digitalisierung eindrucksvoll kommunizieren will, sollte smart, menschlich, verspielt und berührend agieren. Jenseits von Big Data und Algorithmen sollte die Kommunikation dort ansetzen, wo sie am wichtigsten ist: am Menschen selbst. Doch wie gelingt das am Besten?

1. Habenwollen! Bewirken

Zunächst solltest du dich immer fragen: wird das, was ich tue, den potenziellen Kunden begeistern? Ihn verblüffen, faszinieren und schlichtweg vom Hocker hauen? Wird mein Produkt oder mein Service so begehrenswert sein, dass der Kunde es unbedingt haben will? Menschen wollen sich glücklich kaufen. Deshalb solltest du keine reinen Produktmerkmale verkaufen wollen, sondern Problemlösungen und ein „gutes Gefühl“. Dabei sind Emotionen entscheidend. Sie erzeugen Aufmerksamkeit, bleiben im Gedächtnis und erhöhen den Kaufreiz.

2. Reputation stärken

Wirst du mit dem, was du tust, Spuren hinterlassen? Werden sich die Menschen an dich und deine Marke erinnern? Kannst du ihre Welt mit deinem Produkt ein Stückchen besser machen? Reputationsinformationen sind das Aushängeschild für die Marke. Niemand will ein Produkt kaufen, über das nur negativ gesprochen und geschrieben wird. Wie eine positive Reputation gelingen kann, hängt von den nachfolgenden Steps ab.

3. Kundenloyalität nähren

Wird das, was du tust, den Kunden so nachhaltig beeinflussen, dass er wiederkommen wird? Hast du ihn so begeistern können, dass er zum Wiederkäufer wird? Vor allem die emotionale Bindung an die Marke und das Produkt ist für die Loyalität entscheidend. Ein Kernbestandteil, um Kundenloyalität zu fördern, ist zudem exzellenter Service. Der Kunde will das Gefühl haben, dass er wahrgenommen und verstanden wird und dass seine Probleme und Wünsche im Fokus stehen.

4. Mit den Sinnen sprechen

Emotio vor Ratio – Kunden fühlen sich insbesondere durch Sinneswahrnehmungen angesprochen. Kannst du durch multiple sensorische Erlebnisse die Aufmerksamkeit des Kunden auf dich und deine Marke ziehen? Du solltest versuchen, mit deiner Marke an allen passenden Kontaktpunkten sensorische Reize auszusenden. Das betrifft insbesondere das Visuelle, das Haptische und das Akustische. Und wie sieht eine Marke nun aus? Schriften und Farben kommunizieren. Grobe Schriften deuten auf Bodenständigkeit hin, feine Schreibschriften auf Eleganz. Farben transportieren Stimmungen und Emotionen. Rottöne wirken warm und freundlich, Blautöne kühl und seriös. Auch Symbolen wird eine große Bedeutung beigemessen, denn sie lösen im menschlichen Gehirn direkt Emotionen aus und reproduzieren eine komplette Geschichte im Kopf.

Als Beispiel dient das Logo des Touristikkonzernes TUI. Die Buchstaben formen einen lächelnden Mund, was die Marke menschlich und sympathisch wirken lässt.

5. Lovepoints und Painpoints des Kunden kennen

Wir müssen genau wissen, was an den einzelnen (digitalen) Touchpoints aus Kundensicht passiert. Vor allem die Lovepoints und Painpoints, also die Höhen und Tiefen der Kundenerfahrung, sind entscheidend. Und wie kann man die Touchpoints optimieren? Indem man den Kunden genau beobachtet, kluge Fragen an ihn stellt und ihn in seinen eigenen Worten reden lässt. Onlinebefragungen scheinen eine verlockende Option, sind für viele Nutzer aber eher lästig. Das Zauberwort an dieser Stelle lautet „offline“. Generell gilt: alle Touchpoints, egal ob online oder offline, brauchen neben guten Kommunikationsfähigkeiten auch emotionale Kompetenz. Du solltest verstehen, wie deine (potenziellen) Kunden ticken.

6. Wissen teilen

Guter Content ist das A und O, um ein Produkt und eine Marke attraktiv zu machen. Wer nichts zu sagen hat, gerät schnell in Vergessenheit. Wer Content erstellt, sollte dabei immer die Fragen des Lesers im Hinterkopf behalten: „Wieso sollte ich das alles lesen?“ und „Was soll ich nach dem Lesen tun?“. Texte lesen soll Spaß machen und einen Mehrwert schaffen, der zum Produktkauf anregt. Die Marke Schwarzkopf macht es vor und weckt das Kundeninteresse durch Content, anstatt durch klassische Werbung. Auf der Unternehmenswebsite beantwortet Schwarzkopf Fragen rund ums Haar und gibt Tipps zu Styling und Pflege. Der Informationsgehalt der Inhalte steht an oberster Stelle, passend dazu findet der Leser Beispiele für passenden Produkte. Die sozialen Medien sollten hierfür unbedingt genutzt werden. Vor allem Instagram eignet sich hervorragend für gutes Content Marketing.

7. Zum Geschichtenerzähler werden

Menschen lassen sich am liebsten durch Geschichten verführen, nicht durch sachliche Produktinformationen und Fakten. Dabei kann es um das eigene Unternehmen, um die Mitarbeiter oder um Geschichten von und mit den Kunden gehen. An welchen spannenden Orten wird das Produkt eingesetzt? Welche witzigen, emotionalen oder spannenden Erlebnisse sind damit verknüpft?

Als gutes Beispiel dient der Smoothie-Hersteller Innocent, der auf seiner Website die Entstehungsgeschichte des Unternehmens beschreibt: „Unsere Geschichte begann 1998, als unsere Gründer Richard, Jon und Adam auf die Idee kamen, Smoothies zu machen. Sie kauften für 500 britische Pfund Obst, mixten daraus Smoothies und boten sie auf einem Jazz-Festival in London an. Vor ihrem Stand hing ein Schild mit der Frage: „Sollen wir unsere Jobs aufgeben, um weiter Smoothies zu machen?“ Darunter hatten sie zwei Mülleimer aufgestellt, auf einem stand „Ja“, auf dem anderen „Nein“. Sonntagabend war der „Ja“-Eimer voll mit leeren Flaschen. Montag gingen sie zur Arbeit und kündigten ihre Jobs, um innocent zu gründen.“

8. Die Aura des Wertvollen

Kunden wollen als wertvoll und besonders wahrgenommen werden. Wenn sie sich gut aufgehoben und wertgeschätzt fühlen, sind sie viel eher bereit, ein Produkt zu kaufen. Und wie kann man dem Kunden dieses Gefühl geben? Durch Zuhören, die Integration von Kundenwünschen und kleine Aufmerksamkeiten. Wie wäre es mit handsignierten Weihnachtskarten? Oder einem kleinen Goodie beim nächsten Kauf? Alles, was man in den Kunden investiert, bekommt man hundertfach zurück.

9. Zusammen mit dem Kunden optimieren

Mitmach-Marketing ist wie eine kostenlose Unternehmensberatung. Menschen wollen mitentscheiden und dadurch mehr Wahlmöglichkeiten haben. Woher wissen wir, was wir verbessern können? Beispielsweise durch Feedbackkarten bei der Produktlieferung, Umfragen und Abstimmung. Auf der eigenen Website sollte man den Kunden die Möglichkeit geben, Wünsche, Kritik und sonstige Ideen einzubringen. In einem virtuellen Ideenlabor können Kunden Prototypen bewerten. Wenn man Menschen zeigt, dass man sich für ihre Meinung interessiert, verändert sich ihre Einstellung zur Marke positiv.

10. Weiterempfehlungen generieren

Konnten wir den Kunden so sehr faszinieren, dass er zum Fan, Sharer und Multiplikatoren wird? Mundpropaganda und positive Weiterempfehlungen sind der beste Weg für neue, zufriedene Kunden. An ein Produkt oder eine Marke ist immer eine Erwartung des Kunden geknüpft, die in der Regel vom Preis und Qualität abhängig ist. Wer es schafft, die Kundenerwartung zu übertreffen, beispielsweise durch Exklusivität, Sympathie oder zusätzlichen Nutzen, hat in den meisten Fällen aus dem Kunden einen Fan und Sharer gemacht.

Was bedeutet das für die Zukunft?

Eine Passion für Kundenbedürfnisse ist in der Zukunft ein Muss! Die digitale Transformation hin zu einer Markenstrategie, die Ganzheitlichkeit und Nutzerzentrierung in den Vordergrund stellt, geschieht nicht über Nacht. Die 10 Tipps geben Impulse, wie die neue Art der Kommunikation mit dem Kunden angegangen werden und wie man ihn für die eigene Marke begeistern kann. Insbesondere den Emotionen sollte eine große Bedeutung beigemessen werden. Menschen handeln impulsiv, unlogisch und irrational. Fakten sorgen zwar für Erkenntnisse, letztlich sind jedoch die Emotionen die treibende Kraft, die einen Kunden zum Kauf einer Marke motivieren.

Wer gerne tiefer in das Thema einsteigen und anhand von Best Practices lernen möchte, sollte unbedingt einen Blick in das Buch „Touch. Point. Sieg. Kommunikation in Zeiten der digitalen Transformation“ von Anne M. Schüller werfen.

Verlagsdaten

  • 384 Seiten
  • 2016 erschienen
  • GABAL Verlag
  • ISBN: 978-3-86936-694-4

Die neue Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO)

Ab dem 25. Mai 2018 tritt die europaweit verbindliche DSGVO in Kraft und bringt für Onlinehändler und Website-Betreiber einige Änderungen mit sich. Wer sich nicht daran hält, muss mit Sanktionen rechnen. Deshalb sollte vorher unbedingt alles gründlich durchgecheckt werden. Anhand unserer kurzen Checkliste, können die wichtigsten Punkte abgehandelt werden.

Tipp: Weitere Hilfestellungen sind beispielsweise unter eRecht24 zu finden. Hier kann ein Online-Tutorial mit nützlichen Tipps angeschaut werden oder (kostenpflichtige) Hilfe von Experten bei der Umsetzung der DSGVO eingeholt werden. Für mittelständische Unternehmen ist die Zusammenarbeit mit einem Datenschutzbeauftragten empfehlenswert. Wer sich umfassend informieren möchte, kann im Gesetzestext zur DSGVO nachlesen.

1.Sind die Verzeichnisse von Verarbeitungstätigkeiten erstellt und griffbereit?

Unternehmen sind laut der neuen DSGVO in der Pflicht eigenständig nachzuweisen, dass die Datenschutzgesetze einhalten werden. Dazu gehört ein umfangreiches Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten, welches folgende Punkte beinhaltet:

  • Name und Kontaktdaten des Verantwortlichen und des Datenschutzbeauftragten
  • Zweck der Datenverarbeitung
  • Kategorien der betroffenen Personen und der personenbezogenen Daten
  • Kategorien der Datenempfänger
  • Angaben zu Übermittlungen in ein Drittland
  • Löschfristen der verschiedenen Datenkategorien
  • Technischen und organisatorische Maßnahmen

Tipp: Für den Umgang mit kundenbezogenen Daten sollte eine Prozessbeschreibung erstellt werden. Eine Mustervorlage für ein Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten  ist unter activeMind.AG zu finden.

2. Newsletter und E-Mail Marketing nach der DSGVO

Unternehmen dürfen Kunden nicht zum Einverständnis zwingen, indem dieses an eine Vertragsabwicklung oder ähnliches gekoppelt ist. Das Häkchen zur Newsletter-Einwilligung darf kein Pflichtfeld mehr sein. Folgende Punkte sollten beim E-Mail Marketing und Newsletter beachtet werden:

  • Ist ein Vertrag zur Auftragsdatenverarbeitung mit dem Dienstleister (E-Mail Marketing Software, Tracking Software, etc.) geschlossen?
  • Entspricht der Dienstleister den gesetzlichen Anforderungen und kann dies ggf. nachweisen?
  • Kann der Nachweis der Einwilligung zum Newsletter von allen Empfängern erbracht werden (E-Mail Adresse, Datum, Uhrzeit)?
  • Wurden die Newsletter-Empfänger auf die aktuelle Datenschutzerklärung aufmerksam gemacht?
  • Wird vermerkt, an welche Unternehmen die personenbezogenen Daten weitergegeben werden?
  • Können Sie nachweisen, woher ihre Kontaktdaten stammen?

3. Liegt eine Datenschutz-Folgenabschätzung vor?

Mit Inkrafttreten der DSGVO müssen Unternehmen eine Datenschutz-Folgenabschätzung im Vorfeld vornehmen, wenn in der Datenverarbeitung ein Risiko für die Rechte und Freiheiten Dritter besteht. Dies ist der Fall, wenn zwei der folgenden Indizien erfüllt sind:

  • Das Unternehmen verwendet automatisierte Entscheidungen
  • Es gibt eine umfangreiche Datenverarbeitung
  • Scoring und Profiling kommen zum Einsatz
  • Es gibt eine systematische Überwachung der Kunden
  • Ein Unternehmen führt Datenbestände zusammen und gleicht sie ab
  • Es werden Daten besonders schutzbedürftiger Personen verarbeitet
  • Neue Technologien kommen zum Einsatz
  • Es gibt eine Datenübermittlung an Drittstaaten

Tipp: Die Vorgehensweise der internen Risikoabschätzung funktioniert im Prinzip analog zur Risikoanalyse im Projektmanagement.

4. Datenschutzerklärung überarbeiten

Die Datenschutzerklärung wird mit der neuen DSGVO detaillierter und die Informationspflichten werden detaillierter. Die bestehenden Erklärungen sollten am besten neu aufgesetzt werden und folgende Inhalte enthalten:

  • Name und Kontaktdaten des Datenschutzbeauftragten
  • Rechtsgrundlage für die Datenverarbeitung
  • Bestehende berechtigte Interessen für die Datenverarbeitung (mit separater Widerspruchsbelehrung)
  • Angaben zur Übermittlung von Daten in Drittländer und Garantien für ein angemessenes Datenschutzniveau
  • Information über die Rechte betroffener Dritter auf Datenübertragbarkeit und auf Beschwerde bei Aufsichtsbehörden
  • Bei automatisierten Entscheidungsfindungen die involvierte Logik sowie die Tragweite und die angestrebten Auswirkungen der Verarbeitung
  • Löschfristen und gegebenenfalls die Kriterien für deren Festlegung
  • Die Datenquelle, wenn Daten nicht beim Betroffenen erhoben werden (etwa aus einer öffentlichen Quelle)

Tipp: Die Deutsche Gesellschaft für Datenschutz bietet die Möglichkeit, kostenfrei Datenschutzerklärung eine individuelle Datenschutzerklärung zu generieren.

5. Das Tracking überprüfen

Tracking-Werkzeuge wie Google Analytics und Enconda sind erlaubt, allerdings unter strengen Voraussetzungen. Beim Einsatz von Google Analytics beispielsweise muss folgendes beachtet werden:

  • Es muss wie bisher ein Vertrag mit Google zur Auftragsdatenverarbeitung geschlossen werden
  • Die Nutzer müssen über die Widerspruchsmöglichkeit informiert werden
  • Die Erweiterung „anonymized-IP“ muss eingesetzt werden
  • Die Nutzer müssen in der Datenschutzerklärung über den Einsatz von Tracking-Werkzeugen informiert werden

Tipp: Eine kostenlose Vorlage für die Erstellung eines Auftragsdatenverarbeitungsvertrags ist bei der activeMind.AG, eine Anleitung zur IP Anonymisierung bei Google Analytics zu finden.

6. Nutzerrechte kommunizieren

Nutzer erhalten mit der neuen DSGVO neue Rechte. Darauf müssen Unternehmen vorbereitet und in der Lage sein, die entsprechenden Daten bereitstellen zu können. Dazu zählen:

  • Auskunftsrecht
  • Berechtigungs- und Löschungsrecht
  • Recht auf Einschränkung der Verarbeitung
  • Recht auf Datenübertragbarkeit
  • Widerspruchsrecht bei einwilligungsloser Verarbeitung zur Wahrung berechtigter Interessen
  • Recht auf Unbetroffenheit von rechtsverbindlichen Entscheidungen mit Grundlage in automatisierten Datenprozessen

7. Steht der Reaktionsplan bei Datenpannen?

Im Falle einer Datenpanne ist diese unverzüglich an die zuständige Landesdatenschutzbehörde zu melden, möglichst innerhalb von 72 Stunden. Notwendig bei einer Meldung ist:

  • Eine Beschreibung der Art der Verletzung sowie eine ungefähre Zahl der betroffenen Personen, Datensätze bzw. Kategorien
  • Der Name und die Kontaktdaten des Datenschutzbeauftragten
  • Eine Beschreibung der zu erwarteten Folgen
  • Eine Beschreibung der vorgeschlagenen Maßnahmen zur Behebung der Datenpanne

8. Sind alle Dienstleisterverträge erneuert?

Ein Vertrag mit dem Dienstleister zur Auftragsdatenverarbeitung war bereits nach bisherigem Recht erforderlich, zukünftig reicht ein in elektronisch Form geschlossener Vertrag aus.

9. Weiterführende Informationen

Anhand unserer Checkliste sind die wichtigsten Punkte der neuen DSGVO abgehandelt. Wer sich einen umfassenderen Überblick zum Thema Datenschutz verschaffen will, kann bei der Deutschen Gesellschaft für Datenschutz  im Datenschutz-Handbuch nachlesen.

 

So entwickelst du eine agile Content Strategie!

 

On the fly: 

  • Eine agile Content Strategie ist essenziell im gesamten Kommunikations-Mix eines Unternehmen – unabhängig von der Größe des Unternehmens.

  • Eine agile Content Strategie erfordert eine effektive interdisziplinäre Zusammenarbeit der Teammitglieder.

  • Aufgrund der Komplexität einer Content Strategie lohnt ein Best Practice Blick auf die agilen Methoden in der Softwareentwicklung.

  • SCRUM im Content Marketing ermöglicht Kundenzentrierung, Zielorientierung und Selbstorganisation – die wesentlichen Ziele einer agilen Führungskultur.

 

Wie komme ich zu einer agilen Content Strategie?

Eine agile Content Strategie ist nichts, was mal eben nebenher passiert oder erledigt werden kann. Letztlich ist eine Content Strategie viel zu wichtig im gesamten Kommunikations-Mix eines Unternehmens. Das bedeutet aber auch, dass meist mehrere Menschen in einem Team mit dem Aufbau und der Umsetzung einer Content Strategie beschäftigt sind.

Spätestens an diesem Punkt ist es notwendig, die Arbeit des Teams so sinnvoll zu gestalten, dass am Ende systematisch und zielführend Ergebnisse erzielt werden. Doch wie baut man solche Teams am sinnvollsten auf und nach welchen Kriterien werden die einzelnen Inhalte im Rahmen der Content Strategie umgesetzt und verteilt?

Behind the Scenes

Im Kern dreht es sich beim Erstellen von Content um viele einzelne Elemente. Also Beiträge in Form von Texten, Videos, Bildern, Seeding im Social Media, Slides, Diagrammen, Infografiken etc. Die Aufgabenstellung ist vielfältig – aus diesem Grund muss auch das Team entsprechend agil aufgebaut sein. Es gibt einen anderen Bereich, indem es sehr ähnlich zugeht, nämlich im Bereich der Softwareentwicklung. Auch hier müssen viele einzelne Entwickler kleinteilig an großen und komplexen Projekten zielgerichtet arbeiten.

Durch diese Herausforderung halte ich es für notwendig, das Content Marketing Team komplett neu aufzustellen und entsprechend zu führen. Das Ergebnis ist eine agile Projektmanagement-Methode, von denen sicher die meisten schon gehört haben: SCRUM.

Hierbei werden komplexe Aufgabenstellungen in einzelne kleine Schritte aufgeteilt und in einem agilen Team schrittweise abgearbeitet.

Agil im Team

Betrachten wir die Management-Methode in Hinblick auf eine agile Content Strategie. Die Ausgangssituation ist klar. Eine Content Strategie braucht viele unterschiedliche Inhalte, die auf unterschiedlichen Plattformen ausgespielt werden müssen – und das nicht nur einmalig, sondern kontinuierlich. Sicher, an vielen Stellen – gerade bei der Verteilung des Contents – kann man auf Marketingautomatisierung setzen. Doch auch der Marketingautomatisierung sind Grenzen gesetzt, und gerade bei der Strategie und jedem einzelnen Content-Element braucht es Menschen und Teams, die diese recherchieren und umsetzen.

Damit kommen wir zu den einzelnen Mitspielern im Team. Insgesamt gibt es hier vier unterschiedliche Typen, die jeweils eine klar umrissene Aufgabenstellung bzw. Zuweisung haben.

1. Der Product Owner

Der Product Owner ist im klassischen Sinne der Manager, der zwischen dem SCRUM-Team und den Stakeholdern vermittelt. Im Grunde genommen vertritt er die Interessen der Geschäftsführung, so dass der Content sich an der zentralen Unternehmensstrategie orientiert. Ein Teil seiner Aufgabe ist es auch darüber zu wachen, dass das jeweilige Projekt einen planmäßigen Einfluss auf den Unternehmenswert hat bzw. die Prioritäten entsprechend gesetzt werden.

2. Der SCRUM-Master

Der SCRUM-Master behält die einzelnen Prozesse, Systeme und Abläufe im Blick. Ziel seiner Aufgabe ist es dafür zu sorgen, dass sich alle Mitglieder des SCRUM-Teams an die Rahmenbedingungen halten. Letztlich führt er das SCRUM-Team Schritt für Schritt durch den Prozess, so dass sich die einzelnen Teammitglieder optimal auf ihre Tätigkeit konzentrieren können, nämlich der Erstellung, dem Digital Storytelling und Verbreitung des Contents.

3. Das SCRUM-Team

Das SCRUM-Team umfasst alle Köpfe rund um das Projekt. Hier kommen also Product Owner, SCRUM-Master und die einzelnen Fachkräfte zusammen, die für die Realisierung des Projekts notwendig sind. Da der Ansatz SCRUM aus der Softwareentwicklung kommt, hat sich für diese Fachkräfte der Begriff „Entwickler“ etabliert.

4. Die Stakeholder

Zum Schluss bleiben noch die Stakeholder. Hierbei handelt es sich um einen Interessenkreis von Menschen außerhalb des SCRUM-Teams, die allerdings ein starkes Interesse am Projekterfolg haben. Sie sind im Grunde genommen außenstehende Beobachter – und vielleicht auch ab einem gewissen Punkt Nutznießer. Doch trotzdem können sie hier und da durch ihre Rückmeldungen und Kommentare indirekt Einfluss auf das Content-Projekt nehmen.

Typischerweise sind Stakeholder Mitglieder der Geschäftsführung, Mitarbeiter aus anderen Abteilungen (zum Beispiel Produktentwicklung, Vertrieb, Kundenservice) oder auch Investoren bzw. in manchen Fällen auch Kunden.

Feste Rollen im Content Marketing Team und der Gesamtorganisation

Wenn eine agile Content Strategie im Unternehmen umgesetzt und zum integralem Bestandteil werden soll, dann sollten im Unternehmen idealerweise die Positionen des Product Owner und SCRUM-Master fest geplant und ausgeschrieben werden. Der Product Owner sollte hierbei idealerweise einen Hintergrund im Marketing bzw. Content-Marketing haben. Der SCRUM-Master hingegen kann ruhig aus einem anderen Bereich, vorzugsweise auch aus dem IT-Bereich kommen, denn hier sind, wie schon eingangs ausgeführt, diese Methoden zur Projektumsetzung schon länger im Einsatz.

SCRUM im Content Marketing

Bei der Umsetzung im Content-Marketing gibt es mehrere einzelne Schritte bzw. Bestandteilen:

1. Epic-Entwicklung

Der Kunde steht im Mittelpunkt, bzw. einzelne Stories stehen im Mittelpunkt. Diese werden zuerst gesammelt, priorisiert und abgeschätzt. Oft entwickeln und ergeben sich diese Storys erst im Prozess. Am Ende werden Epics, also die großen Geschichten, auf eine Auswahl von einzelnen User-Stories reduziert. Hierbei funktioniert die User-Story nach dem Muster:

„Als … [Benutzerrolle] möchte ich … [Ziel], so dass … [Grund für das Ziel]“

Konkret könnte das wie folgt aussehen: „Als Dirigent von Produktinnovationen will ich ein Spielfeld schaffen, so dass alle Mitspieler in einem kreativen Umfeld neue Produkte, Lösungen und Leistungen entwickeln können.“

Der Unterschied zwischen Epic und User-Story läuft auf Folgendes hinaus:

  • Epics sind die großen Geschichten, wie zum Beispiel: Wir wollen die Welt zu einem besseren Ort machen.
  • Die User-Storys hingegen sind die einzelnen kleinen Geschichten, die zur großen Geschichte führen, bzw. dieser ein Fundament geben.

2. Product Backlog

Das zentrale Herzstück des Projektes ist das Product Backlog als Sammlung aller User-Storys und Epics. Dieses Herzstück wird vom Product Owner so gepflegt, dass die einzelnen Elemente nach ihrem Unternehmenswert priorisiert werden. Hierdurch ergibt sich eine Reihenfolge von einzelnen Themen, die nach und nach, gemäß ihrer Priorität, vom Team abgearbeitet werden. Hierzu werden die einzelnen Elemente in ein Sprint Backlog übernommen, um entsprechend daran zu arbeiten.

Der Unterschied zwischen Product Backlog und Sprint Backlog ist also, dass

  • im Product Backlog alle Epics und User-Stories gesammelt werden, und
  • im Sprint Backlog die gerade aktuell in Arbeit befindlichen Themen aufgeführt sind.

Beide Backlogs helfen also dabei, um in der Praxis nach und nach die einzelnen Elemente systematisch und nach gewissen Prioritäten im Team abzuarbeiten.

3. Das SCRUM-Board

Beispiel eines SCRUM Boards

Beispiel eines SCRUM Boards

Da das gesamte Team höchst flexibel sein muss, ist Transparenz im Projekt enorm wichtig und hilfreich. Um eine Übersicht für alle Beteiligten zu schaffen, ist ein SCRUM-Boards sehr hilfreich. Auf diesem Board werden zum Beispiel einzelne User-Storys festgehalten, To-dos notiert, Bearbeitungsstände kommuniziert und Erledigtes festgehalten. Technisch kann ein solches Board aus einer Magnet- oder Pinnwand bestehen. Unter Zuhilfenahme von farbigen Magneten oder Pins können einzelne Aufgaben und Verantwortlichkeiten transparent festgehalten und so kommuniziert werden, dass jeder weiß, was zu tun ist und wer als verantwortlich den Hut aufhat. Die Gestaltung des Boards, also zum Beispiel in Spalten oder Zeilen für die einzelnen Bereiche, bleibt dem Team überlassen.

4. Backlog Refinement

Bevor es an die Umsetzung von einzelnen Storys im Sprint Planning geht, müssen die vorhandenen Storys im Backlog auf ihren Aufwand hin abgeschätzt werden. In der Regel werden hier im Rahmen des Digital Storytelling sogenannte Storypoints verwendet. Ziel hierbei ist es, jeder Story einen gewissen Wert für eine Entscheidung zu geben.

5. Sprint Planning

Vor jedem Sprint steht eine entsprechende Planungsphase. Hierbei werden sämtliche Themen rund um Organisation und Verfügbarkeit der einzelnen Teammitglieder, sowie auch externe Quellen abgestimmt und geplant. Außerdem werden im Sprint Planning die aktuell zur Bearbeitung anstehenden User-Stories vorgestellt und abgestimmt.

6. Daily SCRUM

Jedes Projekt und jedes Team sollte eine tägliche Routine haben, um die anstehenden Themen direkt vor dem SCRUM Board zu besprechen. Dabei geht es im Kern um drei Fragen:

1. Was wurde gestern erreicht?
2. Was hat ggf. bei der Arbeit behindert?
3. Welche Aufgaben stehen heute im Einzelnen an?

Diese tägliche Routine hilft dabei, um Transparenz im Projekt zu schaffen und aufrecht zu erhalten, aber auch um Stolpersteine zu erkennen und ggf. vorausschauend für weitere Aufgabenstellungen aus dem Weg zu räumen. Ein weiterer Vorteil dieser Routine besteht darin, tagesaktuell Aufgaben zu verteilen, so dass jeder genau weiß, was zu tun ist und was als Ergebnis erwartet wird.

7. Sprint Review

Nach einem Sprint erfolgt eine Art Manöverkritik. Hierbei werden regelmäßig die einzelnen Ergebnisse dem kompletten SCRUM-Team und ggf. auch den Stakeholdern präsentiert. Dadurch gibt es regelmäßig auch die Möglichkeit für Fragen, Feedback und konstruktive Kritik. Letztlich geht es darum, den Prozess Schritt für Schritt zu optimieren.

8. Sprint Retrospective

Hierbei handelt es sich auch um eine Art Manöverkritik, allerdings mit dem Fokus auf das jeweilige Team: Was lief gut, was lief schlecht und was kann beim nächsten Sprint besser gemacht werden?

Üblicherweise wird die Sprint Retrospective vom SCRUM-Master moderiert. Ziel hierbei ist es, dass das Team besser wird, bzw. evtl. auch Schwachstellen im Ablauf erkannt und beseitigt werden. Alle Hindernisse, Probleme oder Störungen kommen auf den Prüfstand.

Gesamtfazit für den Aufbau einer agilen Content Strategie

Der Aufbau einer agilen Content-Strategie kann durch einen systematischen Prozess, hier dargestellt am Modell SCRUM, auf solide Beine gestellt werden. Konsequent umgesetzt profitieren viele davon, also das Inbound Marketing bzw. Content Marketing.

Du möchtest dich intensiv mit all diesen Themen beschäftigen und First Class in Web & Content werden? Dann besuche meine Erfolgswerkstatt Content Strategie. Du wirst diese mit deinem persönlichen Silbertablett verlassen.

Über die Autorin:

Annika Leopold # Digital Marketing Consultant

Annika Leopold | Die Digitalwerkstatt ForchheimAnnika liebt Digitales und lebt always on, arbeitet gerne jenseits des Standards und probiert Dinge aus. Ihr Methoden- und Technologie-Setting ist immer auf dem neuesten Stand, denn sie kombiniert gerne analytische Fakten mit Intuition und Empathie. In ihren Projekten setzt sie neben ihrer Fachkompetenz auf „Erleben und Können“, um innovative Methoden sicher auf ihre Kunden zu übertragen. Seit 2010 berät und begleitet sie mittelständische Unternehmen, Händler sowie StartUps zu den Schwerpunkten Digital Marketing, Design Thinking, Business Design und Projektma­nagement. Ende 2016 gründete sie die Digitalwerkstatt als Think Tank, Treffpunkt und Innovationsforum für alle, die kreatives Querdenken und Hands-On-Mentalität als eine der Kernkompetenzen 4.0 ansehen.

Erfolgreiches SEO: Umsatz generieren mit den richtigen Insights deiner Nutzer

Probleme verstehen –> Lösungen aufzeigen –> Entscheidungen auslösen

On the Fly

  • Für den erfolgreichen Launch/Relaunch deiner Website, brauchst du wertvolle Insights!
  • Für wen erstellst du deine Inhalte?
  • Welche Absicht haben deine Benutzer?
  • Überprüfe deine bisherige Website und finde heraus, was gut funktioniert hat und was weniger.
  • Basics:  Infografik SEO Expertentipps

Eine ausführliche Analyse sollte im Mittelpunkt deiner Strategie stehen.

Damit sparst du dir nach hinten heraus viel Zeit. Google erhält täglich 3 Milliarden Suchanfragen von Leuten, die Fragen oder Probleme haben und dafür eine Lösung suchen. Dafür muss Google die relevantesten, nützlichsten und vertrauenswürdigsten Antworten finden und bereitstellen. Diese Aufgabe übernehmen ihre „Spider“. Diese ermitteln, worum es auf jeder Seite geht und erstellen eine Ranking Liste.

Wie schaffst du es nun, deine Inhalte so aufzubereiten und bereitzustellen, dass die Spider sie für relevant und nützlich halten und zudem noch feststellen, dass deine Website bei den Nutzern beliebt ist?

Imitiere die Sprache deiner Nutzer!

Seit dem Hummingbird Update 2013 liefert Google „Antworten, keine Ergebnisse“. Google kann natürliche, in menschlicher Denkweise geschriebene Texte übersetzen und in ihre Rankings aufnehmen, ohne dass ein bestimmtes Keyword in 10 Sätzen hintereinander erwähnt werden muss.

Umso besser für dich, denn du kannst so schreiben, wie du bist! Pass deine Website einfach an menschliche Denkweisen an. Schreibe lieber ehrlich und ungekünstelt und mit Mehrwert für deine Nutzer: so können sie deine Inhalte leicht aufnehmen („snacken“), leicht verstehen – und auch leichter und lieber mit anderen teilen.

Schaffe außergewöhnliche Inhalte, die zum Kontext deiner Nutzer passen. Doch wie findest du den Kontext heraus?

Problemorientiert, lösungsorientiert oder entscheidungsorientiert?

Weißt du, in welcher Phase ihrer Kundenreise (Customer Journey) deine Nutzer sind? Fang mal mit folgenden Fragestellungen an und sammle alle Wörter/Sätze/Aussagen, die dir dazu jeweils in den Sinn kommen. Dann überlege dir, mit welchen Inhalten und Inhaltsformaten du sie glücklich machen könntest:

  • Welche in der Branche häufig gestellten Fragen könnte dein Nutzer haben? (–> problemorientiert)
  • Welche Fragen könnte dein Nutzer haben, für die du Lösungen hast? (–> lösungsorientiert)
  • Welche Fragen könnte dein Nutzer haben, wenn er nach Lösungen suchst, die du anbietest? (–> entscheidungsorientiert)

Schaffe die besten Inhalte und verbreite sie!

Gute Inhalte sind informativ. Die besten Inhalte sind die, die deine Nutzer lesen und teilen und für die sie wieder auf deine Website bzw. dein Unternehmen zurückkommen wollen.

Der Schlüssel für beste Inhalte ist das Wissen darüber, für wen du deine Inhalte erstellst. Dies erarbeitest du dir über die sog. (Buyer) Personas. Buyer Personas sind halbfiktive Charakter von Menschen, die du mit deinem Angebot „verzaubern“ möchtest. Du möchtest willst sie“konvertieren“, ihnen willst du was verkaufen und sie zufriedenstellen glücklich machen.

Deine idealen Kunden also. Was sind ihre demographischen Hintergründe, Ziele und Herausforderungen? Wie sehen sie aus?

Ausführliche Recherche- und Analyse-Phase: Frage nach dem WARUM?

Diese Fragen solltest du beantworten können, um deine idealen Kunden (Wunschkunden) zu kennen:

  • Welche Job-Position haben sie?
  • In welcher Branche oder welchen Branchen sind die oder ihr Unternehmen tätig?
  • Was möchten sie im Kontext ihrer Arbeit erreichen?
  • Was sind ihre größten Herausforderungen?
  • Wie gelangen sie an neue Informationen?
  • Wie recherchieren sie? In welchen sozialen Medien sind sie aktiv?
  • Mit was beschäftigen sie sich in ihrer Freizeit?

Und wie und wo könntest du recherchieren?

  • Befrage deine aktuellen Kunden, frühere Kunden, potenzielle Kunden!
  • Befrage deinen Vertrieb, welche Fragen Kunden stellen!
  • Befrage deinen Support, welche Fragen Kunden stellen!
  • Beobachte deine Wettbewerber und analysiere sie!
  • Nutze Daten aus der Marktforschung und versuche, in Verbindung mit deinen eigenen Erkenntnissen Trends für dich abzuleiten!
  • Werte Daten aus SEO Tools, Google Trends, Adwords & Analytics aus!
  • Beobachte und analysiere, über was in den sozialen Medien diskutiert wird (Social Media Monitoring)!

Wenn du den Relaunch deiner Website planst, achte auf folgende Schlüsselpunkte:

  • Zahl der Besuche/Besucher
  • Beste Keywords
  • Zahl der externen Verlinkungen („Backlinks“)
  • Zahl deiner indizierten Seiten
  • Zahl aller Seiten, auf denen Traffic von außen kommt
  • Zahlen aus deinem Social Media Monitoring

Wenn du all diese Punkte beachtest und deine Inhalte geschickt entsprechend aufbereitest, werden nicht nur deine Nutzer dich lieben, sondern auch Google.

Weitere Lesetipps zur erfolgreichen Suchmaschinenoptimierung:

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© Bildnachweis: Frau VAU

Offline, online oder beides? Regionaler Handel im Umbruch

Zum Vortrag „Erlebniswelt regionaler Handel – Querdenken über alle Sinne hinweg“

On the Fly

  • Die digitale Uhr tickt. Online und Offline sind kein „entweder oder“ mehr, sondern ein „sowohl als auch“. Der Kunde von heute wechselt selbstverständlich zwischen verschiedenen Medien, Plattformen und Endgeräten hin und her.
  • Die Möglichkeit, sich über Inhalte auszutauschen und sich interaktiv mit Themen, Angeboten und Geschichten auseinanderzusetzen, wird heute genauso vorausgesetzt wie der offene Dialog mit den Händlern.
  • Der Vortrag von Annika Leopold vermittelt kurz & prägnantes Praxiswissen zur direkten Umsetzung. Die Wirtschaftsförderung Bamberg lädt dich gemeinsam mit dem Stadtmarketing Bamberg und der Sparkasse Bamberg zu dieser Veranstaltung ein. Melde dich jetzt hier an und bringe deinen stationären Handel auf das nächste Level!

Local SEO, virtuelle Schaufenster, Online-Marktplätze und Social Commerce – in diesen Schlagwörtern liegt die Zukunft für den regionalen Handel. Die Zahlen und Fakten lassen daran keinen Zweifel. Dennoch bietet nur jeder dritte (!) Einzelhändler in Deutschland seine Waren auch im Internet zum Verkauf an. Noch immer existiert eine Wir-gegen-die-Mentalität, die den traditionellen Ladeninhaber gegen die Internet-Riesen Amazon und Ebay aufbringt. Dabei sind die Zeiten der Konkurrenz längst vorbei, die Online-Welt bietet Platz genug für alle. Die Devise für den zukunftsorientierten Einzelhändler heißt: Local Commerce, und damit das Beste aus beiden Welten.

Der moderne Kunde (und die Konsequenz daraus)

Selbstverständlich gibt es ihn noch, den guten alten Stadtbummel, bei dem die Schaufenster bestaunt und die Waren selbst getestet werden. Auch heute zieht es den Kunden noch ins Lieblingsgeschäft in der Innenstadt, der persönliche Kontakt zum Verkäufer hat nichts von seiner Wichtigkeit verloren. Stationärer Handel hat also weiterhin seinen Platz in der digitalisierten Welt.

Der moderne Kunde bereitet seinen Kauf jedoch gründlich vor. Beim ersten Impuls zückt er sein Smartphone und sucht für sein Wunschprodukt nach Preisvergleichen im Internet. Er tritt mit anderen Kunden in Kontakt, hört sich deren Empfehlungen an und liest ihre Bewertungen. Dank Local SEO weiß er sofort, wo er sein Produkt im Anschluss kaufen kann. Denn – das ist die gute Nachricht – noch immer kauft der Kunde am liebsten direkt vor Ort.

Die Konsequenz: Als Einzelhändler kannst du es dir nicht leisten, deinem Kunden die Möglichkeit zum Internet-Bummel zu nehmen. Die Anonymität und Unverbindlichkeit des Internets geben deinem Kunden Sicherheit, denn er kann sich in aller Ruhe über deine Produkte informieren. Wenn er deinen Laden betritt, ist er bereits auf den Kauf eingestimmt – vorausgesetzt, du hast ihm den Weg leicht gemacht.

Möglichkeiten der On- und Offlinevernetzung für den regionalen Handel

Stationärer Handel bietet persönliche Beratung, die Möglichkeit zum genauen Prüfen der Waren, einen direkten Draht zum Verkäufer. E-Commerce sorgt für einfache Preisvergleiche, einen schnellen Informationsfluss und den ständigen Austausch mit anderen Käufern. In der heutigen Zeit brauchst du dich nicht mehr zu entscheiden. Local Commerce macht dich für deinen Kunden jederzeit erreichbar und lässt dich immer in Kontakt bleiben. So machst du dir die Vorteile beider Welten zunutze.

Hier ein paar Tipps für die erfolgreiche Vernetzung beider Welten:

  1. Schaffe dir eine Web-Präsenz, die dein Kunde mühelos finden kann.
  2. Biete ihm virtuelle Schaufenster oder ziehe ihn mit einem Online-Spiel in die Welt deiner Produkte.
  3. Nutze Storytelling, um ihn emotional zu berühren und seine Sehnsucht zu wecken.
  4. Überzeuge ihn von den Qualität deiner Produkte, indem du mit positiven Bewertungen deiner anderen Kunden glänzt.
  5. Stelle zuletzt sicher, dass er dein Geschäft sofort findet, damit er vor Ort sein Wunschprodukt erwerben kann.

Zwischen stationärem Handel und Digitalisierung geht es längst nicht mehr um entweder – oder. Heute kannst du beides haben.

Best practices – die Läden der digitalen Generation

In der aktuellen Ausgabe (Nr. 51) des t3n-Magazin werden innovative Konzepte vorgestellt, die den smarten Mix aus On- und Offline gekonnt umgesetzt haben.

Das endlose Regal von Adidas
Seit 2016 gibt es im Adidas Flagshipstore in San Francisco das endlose Regal: von allen Produkten gibt es hier nur ein Exemplar in jeder Größe. Kauft der Kunde ein Produkt, wird es am nächsten Tag nach Hause geliefert. Die geschulten Mitarbeiter beraten dabei über Servicetablets und schließen die Bestellung für den Kunden ab. Außerdem werden die Schuhmodelle in digitalen Regalen in 3D präsentiert und Hintergrundinformationen über Material und Beschaffenheit geliefert. Der Kunde soll die Artikel digital erleben können. Die Vorteile für den Verkäufer liegen auf der Hand: niedrige Lagerkosten, zufriedene Kunden und dadurch höhere Umsätze. Einziges Problem: die Produkte können nicht direkt mit nach Hause genommen werden.

Der digitale Mini-Supermarkt von Auchan
In China sollen bis Ende 2018 unzählige Miniatur-Supermärkte in kleinen Ladenlokalen eröffnen. Der Kunde soll in direkter Nähe von seinem Wohnsitz mit Verbrauchsgütern versorgt werden. Gerade in innerstädtischen Wohngebieten ist die Ladenfläche oft begrenzt, daher ist der 18 Quadratmeter große Supermarkt, der einem Schiffscontainer ähnelt, eine innovative Lösung. Der Kunde kann die Tür zum Store mittels QR Code öffnen, scannt die Produkte im Laden selbstständig und bezahlt am Ende bargeldlos mittels Alipay oder Wechat Pay. Rund 500 Produkte des alltäglichen Bedarfs werden zum Kauf angeboten. Ein inspirierendes Konzept, das Online und Offline gekonnt verknüpft.

Keine Angst vor dem digitalen Sprung

Die Digitalwerkstatt unterstützt dich bei deinem Schritt in die Erlebniswelt regionaler Handel 4.0. Zwei Drittel aller Einzelhändler nutzen noch nicht das Potenzial, das im Local und Social Commerce liegt. Deine Entscheidung für die digitale Zukunft katapultiert dich automatisch in das obere Drittel des Einzelhandels!

Für einen sanften Einstieg in das Thema empfehlen wir dir den Vortrag Erlebniswelt regionaler Handel – Querdenken über alle Sinne hinweg.

In diesem Beitrag zur Vortragsreihe Qualitätsoffensive Handel erfährst du,

  • wie du Offline und Online erfolgreich verbindest,
  • wie du medien- und plattformübergreifend vermarktest,
  • wie du deine Kunden in neue Angebote einbindest.

Die Wirtschaftsförderung Bamberg lädt dich gemeinsam mit dem Stadtmarketing Bamberg und der Sparkasse Bamberg zu dieser Veranstaltung ein. Melde dich jetzt hier an und bringe deinen stationären Handel auf das nächste Level!

Annika Leopold | Die Digitalwerkstatt Forchheim

Annika Leopold

Digital Marketing Consultant

Annika berät und gestaltet branchenunabhängig seit über zehn Jahren zu den Schwerpunkten Service Design Thinking, (Online-)Marketing, Organisationsentwicklung und Projektmanagement. In der von ihr gegründeten Digitalwerkstatt hält und organisiert sie Erfolgswerkstätten, individuelle Workshops und inspirierende Netzwerktreffen für alle Digital-Interessierten zwischen 6-99 Jahren.